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Gravierende Panne beim Verpacken von Abstimmungsunterlagen

In Volketswil wurden falsche Abstimmungsunterlagen verschickt – die Gemeinde reagiert mit einer aufwendigen Aktion.

Wegen des Fehlers ist die Stimmung im Volketswiler Gemeindehaus aktuell nicht sonderlich entspannt.

Archivfoto: Christian Merz

Gravierende Panne beim Verpacken von Abstimmungsunterlagen

Viel Mehrarbeit in Volketswil

In Volketswil wurden zahlreiche falsche oder unvollständige Abstimmungsunterlagen verschickt. Nun geht die Gemeinde das Problem mit einer aufwendigen Aktion an.

Derzeit herrscht Krisenmodus im Gemeindehaus von Volketswil. Denn gemäss einer Mitteilung der Gemeinde ist es beim externen Verpackungsdienstleister zu einem Verarbeitungsfehler gekommen, weshalb für den Urnengang vom 18. Juni falsche oder unvollständige Abstimmungsunterlagen versandt wurden. 

Auf das Problem aufmerksam geworden sei man aufgrund von Meldungen aus der Bevölkerung, sagt Gemeindeschreiber Beat Grob. «Wir sind aktuell daran, die Rückmeldungen systematisch auszuwerten.»

Man gehe davon aus, dass rund 5 Prozent der Stimmberechtigten falsche oder unvollständige Abstimmungsunterlagen erhalten hätten.

Brief an alle

«Es scheint so, als wären fast ausschliesslich die Namen mit den Anfangsbuchstaben A, B und C betroffen», so Grob. Da sich der Personenkreis jedoch nicht zweifelsfrei eingrenzen lasse, werde man in diesen Tagen alle stimmberechtigten Personen mit einem persönlichen Brief anschreiben.

Darin werden die Adressaten gebeten, die bereits zugestellten Unterlagen zu prüfen und sich gegebenenfalls auf der Gemeinde zu melden.

Der Aufwand, den die Panne verursacht hat, ist laut Grob beträchtlich. Er ist aber zuversichtlich, dass die Unterlagen fristgerecht und in ausreichender Menge bereitgestellt und verschickt werden können. Ein entsprechender Ablauf wurde bereits aufgegleist.

«Sehr ärgerlich»

Auch wenn unter Umständen diverse Personen die Unterlagen doppelt erhalten würden, ist laut Grob eine Manipulation ausgeschlossen.

«Die Stimm- und Wahlzettel werden gezählt und abgestempelt und anhand der Stimmrechtsausweise kontrolliert, somit kann niemand einfach doppelt einwerfen. Wir haben zusätzliche Kontrollmechanismen und Massnahmen eingeleitet, sodass ein reibungsloser und korrekter Urnengang sichergestellt werden kann.»

In einem weiteren Schritt werde man mit dem Dienstleister, einer sozialen Einrichtung, zusammensitzen und besprechen, welche zusätzlichen Kontrollmechanismen eingeführt werden könnten. Man arbeite in Volketswil seit mehr als 20 Jahren mit dieser Institution zusammen und sei immer zufrieden gewesen.

Dennoch: «Der Verarbeitungsfehler ist sehr ärgerlich und wird uns sicher bis zum 18. Juni beschäftigen», sagt Grob. «Danach werden wir alles daransetzen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.»

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