Baukredit für vier Wetziker Kindergärten geht ans Parlament
Für 17,3 Millionen Franken
Kempten, Baumgarten, Goldbühl und Egg: vier Kindergärten in Wetzikon, deren Gebäude in einem schlechten Zustand sind. Das soll sich bald ändern – mit Neubauten.
Die Wetziker Kindergartengebäude Kempten, Baumgarten, Goldbühl und Egg stammen aus den 1960er Jahren. Alle Gebäude befinden sich in einem baulich und energetisch schlechten Zustand. Zudem besteht ein grosses Bedürfnis, die Räumlichkeiten in den Gebäuden zu optimieren und den heutigen pädagogischen Anforderungen anzupassen.
Der Stadtrat hat einen Baukredit von 17,3 Millionen Franken bewilligt, der jetzt vors Parlament geht, wie es in einer Mitteilung heisst.
Ein Modell für alle Standorte
2020 legte der Stadtrat fest, die Planung der vier Kindergärten gleichzeitig anzugehen. Neben dem Bedarf an baulichen und energetischen Sanierungen verfügen die Doppelkindergärten Kempten und Baumgarten auch über zu wenig Platz und sollen künftig neu mit drei Kindergartenklassen geführt werden.
Mit dem gemeinsamen Kindergartenprojekt können Synergien sinnvoll genutzt und damit auch Planungs- sowie Unterhaltskosten möglichst tief gehalten werden. Anhand eines Architekturwettbewerbs wurde ein Kindergarten-Modulsystem erarbeitet, welches identisch auf allen vier Grundstücken erstellt werden kann.
Das Siegerprojekt «Ligretto» wurde von der Soppelsa Architekten GmbH aus Zürich erarbeitet. Das entwickelte Kindergarten-Modulsystem ist stapelbar in Holzelementbauweise und basiert auf einem quadratischen Grundriss, welchem vorgesetzt ein Laubengang als gedeckter Eingangsbereich und Verweilraum dient.

Der Fussabdruck der Neubauten ist bei den Zweifach- und Dreifachkindergärten identisch. Bei den erweiterten Kindergärten Kempten und Baumgarten wird die dritte Kindergartenklasse im ersten Obergeschoss angeordnet und über eine Aussentreppe direkt erschlossen. Angrenzend an diese Einheit liegt auch der dazugehörige Aussenraum als Pergolaterrasse.
Modulare Erweiterung
Seitens der Schule besteht ein grosses Bedürfnis, die Räumlichkeiten in den Gebäuden zu optimieren. Die Ersatzneubauten sollen mit den fehlenden Nebenräumen wie beispielsweise grösseren Garderoben oder Gruppenräumen ergänzt werden.
Die neuen Gebäude sind gemäss Stadt so ausgelegt, dass man sie später problemlos um einen zusätzlichen Stock erweitern kann, sollte dies aufgrund steigender Schülerinnen- und Schülerzahlen nötig werden.
Bereits im Projekt berücksichtigt ist ein zusätzliches Stockwerk in den Kindergärten Kempten und Baumgarten.
Der kompakte, quadratische Grundriss der Kindergärten füge sich gut in die teilweise begrenzten Grundstücksgrössen ein und ermögliche den Kindergärtlerinnen und Kindergärtlern weiterhin viel Platz, um an der frischen Luft zu spielen.
Nachhaltige Bauten im Fokus
Auf den Dachflächen der Gebäude werden Photovoltaikanlagen installiert. Zudem befinden sich die vier Neubauten innerhalb des geplanten Perimeters des Fernwärmenetzes.
Entsprechend wird die Wärmeerzeugung auf einen zukünftigen Anschluss an das Fernwärmenetz ausgelegt. Als Übergangslösung werden die vier Neubauten mit einer separaten Luft-Wärmepumpe ausgestattet.
Stimmt das Parlament dem Baukredit zu, kommt dieser vor die Wetziker Stimmbevölkerung,
die voraussichtlich 2024 darüber abstimmen wird. Läuft alles nach Plan, sind die Kindergärten
ab Mitte 2025 (Kempten und Goldbühl) beziehungsweise ab Mitte 2026 (Baumgarten und Egg) bezugsbereit.
