Anfragen beschäftigen mehr als Rechnung und ICT-Konzept
Gemeindeversammlung Dürnten
In Dürnten gab es neben den zwei traktandierten Geschäften noch zwei Anfragen an den Gemeinderat. Eine davon umfasste gar 15 Teilfragen.
Die Gemeindeversammlung in Dürnten ist eigentlich schnell erzählt. Die zwei traktandierten Geschäfte wurden gemäss Antrag des Gemeinderats verabschiedet. Sowohl die Vorberatung des neuen ICT-Konzepts (vormals IT-Konzept) der Schule Dürnten als auch die Jahresrechnung 2022 wurden von den 102 Anwesenden angenommen.
Kreditantrag kommt an die Urne
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 400’000 Franken und damit rund 375’000 Franken besser als budgetiert. Die grössten Abweichungen zum Budget sind mit 0,6 Millionen Franken auf der Aufwandseite beim Ressort Bildung entstanden.
Nach der Annahme des Kreditantrags im Rahmen des neuen ICT-Konzepts durch die Gemeindeversammlung kommt dieser nun am 3. September dieses Jahrs an die Urne.
Dann liegt es am Stimmvolk, zu entscheiden, ob es dem Kredit von 720’000 Franken für einmalige und 200’000 Franken für jährlich wiederkehrende Kosten ab 2024 zustimmt.
Dass die Versammlung dennoch rund eine Stunde bis 21 Uhr dauerte, lag an zwei Anfragen, die den Gemeinderat erreichten.
Was passiert mit dem Standort des alten Gemeindehauses?
Die erste der beiden Anfragen drehte sich um den geplanten Neubau des Gemeindehauses in Tann. Ein Bürger wollte wissen, was mit dem alten Standort nach dem Umzug geschieht.
Der Gemeinderat konnte diesbezüglich noch nichts sagen. Man wolle zuerst die Urnenabstimmung über den Kredit für den Neubau im kommenden Frühjahr abwarten. Erst dann könne man eine mögliche Planung vorantreiben.
Wie ist das mit den Dauerparkkarten?
Bei der zweiten Anfrage handelte es sich um 15 Teilfragen, die ganze vier A4-Seiten umfassten. Eine Anwohnerin unweit der Mehrzweckhalle Blatt wollte vom Gemeinderat wissen, ob es möglich sei, eine Dauerparkkarte für die öffentlichen Parkplätze zu erstehen.
In ihrem Umfeld gebe es zu wenige, und das Abstellen eines Autos auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen sei auf die Dauer sehr teuer.
Zurzeit sähen das Dürntner Gebührenreglement und die Parkplatzverordnung eine solche Möglichkeit nicht vor, so die Antwort des Gemeinderats. Beide Dokumente befänden sich aber momentan in der Überarbeitung.
Allerdings könne man keine Auskunft darüber geben, ob es nachher möglich sein werde, Dauerparkkarten zu erwerben. Das Problem sei bekannt, man versuche, es aufzunehmen.
«Grundsätzlich ist es allerdings nicht die Aufgabe der Gemeinde, Privaten Parkplätze zur Verfügung zu stellen», lautete die Antwort des Gemeinderats.
Bei Anlässen in der Turnhalle Blatt, die von bis zu 600 Leuten besucht werden könnten, würden die zirka 130 Parkplätze benötigt. Und da könne es nicht sein, dass diese von Privaten besetzt würden.
Der Antrag auf eine Diskussion zum Thema wurde dann von der Gemeindeversammlung abgelehnt.
