Gemeinde Hinwil erhält Biotop geschenkt
Vermächtnis des Ferag-Gründers
Letztes Jahr verstarb der Ferag-Gründer Walter Reist. Testamentarisch hat er der Gemeinde ein Stück Land vermacht.
Hinwil erhält unverhofft ein Biotop. So erhielt die Gemeinde im Dezember letzen Jahres erhielt eine Vermächtnis-Anzeige von der Erbschaftskanzlei des Bezirksgerichts Hinwil, wie es in einer Mitteilung heisst. Bei den Erblassern handelt es sich um Charlotte und Walter Reist-Gerber, dem verstorbenen Gründer der Traditionsfirma Ferag und Ehrenbürger der Gemeinde Hinwil.
Das Vermächtnis beinhaltet das Grundstück mit der Katasternummer 1407, am Ende der Schönenbergstrasse, auf welchem sich ein öffentlich zugängliches Biotop befindet.
Das Grundstück umfasst eine Grösse von 2'065 Quadratmetern, wovon rund ein Viertel dem Flachmoor beziehungsweise. Biotop zukommen. Der Rest ist als Grünfläche mit Gehwegen ausgestattet und wird durch die öffentlichen Gewässer Betzikerbächli und Schönenbergbächli gequert.
Das Vermächtnis ist mit der Auflage verbunden, dass die Gemeinde Hinwil das Biotop er- und unterhält. Charlotte und Walter Reist-Gerber haben im angrenzenden Wald einen Fussweg für die Öffentlichkeit erstellt und unterhalten. Die Unterhaltspflicht des Fussweges ist grundbuchamtlich eingetragen. Das bedeutet, dass sich künftig die Gemeinde Hinwil für den Unterhalt des beliebten und sich in einem sehr guten Zustand befindenden Fussweges verantwortlich zeigen wird.
Erhalten und Aufwerten
Der Gemeinderat ist davon überzeugt, dass das Objekt sowohl aus Sicht der Ökologie als auch
aus Sicht der Erholungsnutzung erhaltenswert ist. Deshalb habe er das Vermächtnis dankend angenommen.
Das Biotop und der Fussweg durch den Wald werden gemäss Gemeinde von der erholungssuchenden Bevölkerung sehr geschätzt und rege genutzt. Das Hinwiler Leitbild 2040 verspricht, dass das Hinwiler Naherholungsgebiet erhalten und aufgewertet werden soll.
Mit der Annahme des Vermächtnisses biete sich die Gelegenheit, den Leitsatz aus dem Leitbild aktiv zu leben und den Erblassern Charlotte und Walter Reist-Gerber «das Vermächtnis gebührend und nachhaltig zu verdanken».
