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Kampf gegen Windräder im Oberland lanciert

Kantonale Pläne sehen den Bau von zahlreichen Windkraftanlagen vor – auch im Zürcher Oberland. Dagegen wehrt sich ein Verein.

Die Veranstaltung des Vereins Freie Landschaft Zürich lockte zahlreiche Interessierte in den Hinwiler «Hirschen»-Saal.

Foto: Lennart Langer

Kampf gegen Windräder im Oberland lanciert

Info-Event in Hinwil

Ein Windrad auf dem Bachtel? Das will ein neuer Verein verhindern. An einer Veranstaltung in Hinwil wurde zum Widerstand gegen die kantonalen Pläne aufgerufen.

Die Botschaft war eindeutig: «Windräder, nein danke» stand am Dienstagabend auf einem roten Plakat an der Eingangstür zum Hinwiler «Hirschen»-Saal. Hier hatten sich rund 200 Personen versammelt, um an der ersten öffentlichen Veranstaltung des Vereins Freie Landschaft Zürich teilzunehmen. Dieser setzt sich gegen den Bau von Windenergieanlagen im Kanton Zürich ein.

Windräder auf dem Hüttchopf, dem Bachtel oder dem Allmen können sich die Anwesenden nicht vorstellen. Sie sind durch die Pläne des Kantons Zürich beunruhigt. Im vergangenen Oktober hatte Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) das Vorhaben publik gemacht: 120 Windenergieanlagen in 46 sogenannten Windpotenzialgebieten sollen bis 2050 gebaut werden. Auch im Zürcher Oberland und im Tösstal sind Windräder vorgesehen. Bereits nach der Ankündigung regte sich Widerstand.

Eingriff in die Landschaft

Nun will der bereits im Februar 2022 gegründete Verein Freie Landschaft Zürich die Bevölkerung mobilisieren. «Die Schweiz ist kein Windland», meinte Vereinspräsident Martin Maletinsky in Hinwil. «Windturbinen müssen dorthin, wo der Wind bläst.» Man solle Massnahmen ergreifen, die etwas brächten, und keine Symbolpolitik betreiben. Gemäss den kantonalen Plänen soll die Windenergie langfristig sieben bis acht Prozent des Energiebedarfs decken.

Zwei Windräder vor einer Bergkulisse in der Schweiz.
Windräder vor einer Bergkulisse: Solche Bilder will der Verein Freie Landschaft Zürich verhindern.

Vor allem aber wurden am knapp dreistündigen Anlass die Grösse der Windräder und die Auswirkungen auf Landschaft und Naherholungsgebiete kritisiert. Der Bäretswiler Biologe John Spillmann sprach von «massivsten Eingriffen» in die Natur. Er zeigte anhand von zahlreichen Fotos, wo die Windräder zu stehen kommen könnten.

Aus dem Publikum gab es bei der anschliessenden Diskussion viel Zuspruch. Vereinzelt waren auch Stimmen zu vernehmen, die sich positiver zum Bau von Windrädern äusserten und einige der vorgelegten Argumente und Zahlen infrage stellten. Sie verhallten jedoch im allgemeinen Tenor der Windradgegner.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht

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