Altes Haus in Fehraltorf wurde Opfer der Strassensanierung
Heimatschutz verärgert, Kanton kontert
In Fehraltorf wurde ein Haus aus dem 19. Jahrhundert zugunsten einer Kreuzung abgerissen. Das missfällt dem Heimatschutz. Gemeinde und Kanton wehren sich.
Wollte man früher in Fehraltorf von der Rumlikerstrasse auf die Kempttalstrasse einbiegen, dauerte dies gut und gerne mal bis zu fünf Minuten. Seit die Kempttalstrasse jedoch saniert ist und an besagter Kreuzung ein Lichtsignal errichtet wurde, fliesst der Verkehr einiges besser.
Diese Anpassung forderte aber ein Opfer: ein Haus aus dem 19. Jahrhundert. Dieses stand an der Ecke, wo die beiden Strassen aufeinandertreffen, und wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten abgerissen.
Sehr zum Ärger des Zürcher Heimatschutzes, wie aus einer aktuellen Medienmitteilung hervorgeht. In dieser kritisiert der Heimatschutz das Vorgehen des Kantons im Nachhinein scharf. «Ein Abriss mitten im Dorfkern zugunsten verkehrstechnischer Freiräume reisst hässliche Lücken ins Ortsbild.»
