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Gemeindewechsel und Schulproblem – wie es jetzt weitergeht

Nänikon gehört nicht zur Sekundarschulgemeinde Uster. Eine kurzfristige Lösung ist noch immer gesucht.

Blick auf das Schulhaus Wüeri, das auf Ustermer Boden liegt: Hier gehen auch Sek-Schüler aus Greifensee und Nänikon zur Schule.

Archivfoto: Paulo Pereira

Gemeindewechsel und Schulproblem – wie es jetzt weitergeht

Abspaltung zweier Aussenwachten

Schulgemeinden und Politische Gemeinden müssen per Gesetz die gleichen Grenzen haben. Im Nordwesten Usters ist dies nicht der Fall.

Eigentlich ist er Präsident des Komitees Pro 8606, das sich für einen Zusammenschluss der Ustermer Aussenwachten Nänikon und Werrikon mit Greifensee starkmacht: Thomas Altenburger (parteilos).

Im März des letzten Jahrs wurde der 50-Jährige als Mitglied in die Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee gewählt. Deshalb ist er inzwischen auch im Komitee in den Hintergrund gerückt – um möglichen Stimmen, die eine Vermischung verschiedener Interessen behaupten, vorzubeugen.

Am Montag ist er trotzdem im «Gleis 1» beim Bahnhof Nänikon-Greifensee zugegen, als über die Pläne eines Gemeindewechsels informiert wird. «Das ist die politische Ebene. Die Sekundarschule Uster und die Oberstufenschule Nänikon-Greifensee sind weiter interessiert, die Grenzthematik zu lösen», sagt Altenburger.

Seit 2018 sind die Gemeinden im Kanton Zürich dazu angehalten, die räumlichen Grenzen von Schulgemeinden und Politischen Gemeinden gleichzusetzen. Die Situation in Uster ist seit Anfang 2022 rechtswidrig, weil Nänikon nicht zur Sekundarschulgemeinde Uster gehört.

Porträt von Ueli Schmid.

Wir diskutieren mehrere Varianten, unter anderem den von uns auf den Tisch gebrachten Zweckverband.

Ulrich Schmid (SVP), Präsident der Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee

Und so laufen seit dem vierten Quartal 2022 Gespräche, in denen sich Nänikon und Greifensee für den Fortbestand ihrer Oberstufe starkmachen wollen. Schliesslich stimmten vor einem Jahr über 92 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus Nänikon, Werrikon und Greifensee einer Einzelinitiative zu, die genau das forderte.

Auf Anfrage wollen sich weder Ulrich Schmid (SVP), Präsident der Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee, noch Benno Scherrer (GLP), Präsident der Sekundarschulpflege Uster, zu ihren Gesprächen und dem weiteren Verlauf äussern. «Wir diskutieren mehrere Varianten, unter anderem den von uns auf den Tisch gebrachten Zweckverband», erklärt Schmid am Telefon. Nach Möglichkeit wolle man noch in diesem Jahr über den Stand der Arbeiten und das weitere Vorgehen kommunizieren.

Schnell klingt anders. «Natürlich ist es so, dass wir einen Paragrafen nicht erfüllen und von gesetzlicher Seite unter Druck stehen», erklärt Schmid. «Doch uns wurde signalisiert, dass, wenn wir uns zusammensetzen und eine Lösung finden, wir den Raum dafür bekommen.»

Kurzfristige Lösung gesucht

Sowohl Scherrer in Uster als auch Schmid in Greifensee betonen, dass der jetzt angestossene Prozess für ihre Thematik untergeordnet sei. «Ich gehe nicht davon aus, dass das Komitee einen Zeitstrahl für den weiteren Verlauf vorgelegt hat», sagt Scherrer und spielt damit auf die Langfristigkeit des Vorhabens an. So betont auch Schmid: «Hier geht es um eine kurzfristige Lösung, die wir finden müssen.»

Er fügt zudem an: «Der Gemeindewechsel der Aussenwachten würde aber natürlich eine Lösung für die Schulthematik bedeuten. Nur können wir nicht so lange warten.»

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