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Erneut spricht ein Bundesrat am Ustertag

Bundesrat Ignazio Cassis, hier während der Frühlingssession, wird am Ustertag sprechen.

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Erneut spricht ein Bundesrat am Ustertag

Besuch aus dem Tessin

Man muss schon in die 1990er Jahre zurückschauen, als sich die gleiche Konstellation ergeben hat: Zwei Jahre hintereinander tritt am Ustertag ein amtierendes Mitglied des Bundesrates auf.

In der reformierten Kirche in Uster blieb am 20. November letzten Jahres kaum ein Platz frei. Für den Besucheraufmarsch hatte Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) gesorgt, die als Hauptrednerin am Ustertag sprach. Ihr Thema lautete «Vom Willen zu Freiheit und Verantwortung».

Seit 2017 im Bundesrat

Dieses Jahr wird der Ustertag am 19. November gefeiert. Und wiederum wird ein Mitglied des Bundesrates sprechen. Wie Ustertag-Obmann Christoph Keller bestätigt, hat Ignazio Cassis (FDP) seine Zusage gegeben. Ein zehnköpfiges Komitee unter Kellers Leitung lädt jeweils ausgewählte Frauen und Männer als Hauptredner ein.

Der Tessiner Politiker Cassis wurde 2017 in den Bundesrat gewählt. Seit dem 1. November 2017 steht er dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten vor. Letztes Jahr war er zudem Bundespräsident.

Hoch der Bundesräte in den 1990ern

Normalerweise wechseln sich Politiker, Wirtschaftsvertreter, Militärs oder Wissenschafter in schöner Regelmässigkeit ab. Daher muss schon relativ weit in den Analen des Ustertags zurückgeblättert werden, um auf eine ähnliche Konstellation zu treffen.

Letztmals traten 1998 und 1999 amtierende Bundesräte hintereinander auf. Damals war Joseph Deiss (CVP) auf Pascal Cochepin (FDP) gefolgt. In den späten 1980er und 1990er Jahren waren Mitglieder der Schweizer Exekutive ohnehin Trumpf am Ustertag. 1987, 1988, 1990, 1991, 1993 und 1994 gab es in Uster Besuch aus Bundesbern.

Und 1980, an der Jubiläumsfeier zu 150 Jahre Ustertag, musste natürlich auch ein Bundesrat die Festansprache halten. Bundesrat Kurt Furgler (CVP) forderte damals zum «Mut zur Eidgenossenschaft» auf.

Eckwerte stehen schon fest       

 Fest steht auch schon das musikalische Rahmenprogramm des Anlasses. So werden wie im Vorjahr wieder die Kantorei Stäfa sowie die Stadtmusik Uster aufspielen.

Das weitere Programm sieht nach dem Festakt in der Kirche einen Umzug zur Landihalle vor, wo ein Apéro kredenzt wird. Danach wird es weiter gehen zum Risottoessen für die Bevölkerung respektive zur Nachfeier für geladene Gäste.

Wiege des modernen Kantons Zürich

Der Ustertag erinnert an den 22. November 1830. Damals strömten rund 10'000 Menschen auf den Ustermer Zimikerhügel, um auf friedliche Weise gegen die Bevormundung der Landschaft durch die Stadt Zürich zu demonstrieren.

Daraufhin wurde bereits im März 1831 eine neue Verfassung in Kraft gesetzt, die der Landbevölkerung mehr Rechte einräumte. Mit dem Ustertag trat der Kanton Zürich somit in eine neue Ära seiner Geschichte ein. Seit 1931 wird jährlich mit einer Feier in der reformierten Kirche dem Ustertag gedacht.    

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