Maurmer winken Steuersenkung durch
An der Budgetversammlung
Maur reduziert den Steuerfuss von 87 auf 85 Prozent. Es festigt damit seinen Status als steuergünstigste Gemeinde im Zürcher Oberland.
Die Steuern zu senken ist einfacher als sie zu erhöhen. Der Gemeinderat Maur dürfte sich dieser Binsenwahrheit am Montagabend gerne noch einmal vergewissert haben. Nicht einmal eine ganze Stunde dauerte die Budgetversammlung, dann war die Sache geklärt:
Mit überwältigender Mehrheit segneten die 119 Anwesenden den Haushalt 2023 samt einer Steuerfusssenkung von 87 auf 85 Prozent ab. Es ist das erste Mal seit 2013, dass sich dieser Satz bewegt: Damals war er von 82 auf 87 Prozent erhöht worden.
Im Zuge der Debatte wurde zwar auch ein Antrag zur Beibehaltung des Steuerfuss gestellt, dieser fand indessen nur 18 Befürworterinnen und Befürworter.
Dem Finanzausgleich sei Dank
Mit diesem Entscheid festigt Maur seine Position als steuergünstigste Gemeinde für natürliche Personen im Zürcher Oberland. Am nächsten kommt dem Steuerfuss noch jener aus Greifensee mit 94 Prozent.
Die Maurmer Steuersenkung erfolgt unter anderem vor dem Hintergrund einer Veränderung beim Finanzausgleich: Da die Entwicklung des kantonalen Mittels der Steuerkraft vom Gemeindeamt deutlich positiver beurteilt wird als in den beiden Vorjahren, sinkt der Betrag, den Maur abliefern muss. Gegenüber dem Vorjahr sollen es 2,71 Millionen Franken weniger sein.
Gleichzeitig sieht das Budget bei einem Aufwand von 76,09 Millionen Franken einen Verlust von 2,63 Million Franken vor. Dies bei Nettoinvestitionsvolumen von gut 15 Millionen Franken und einem Cashflow von 6,24 Millionen Franken.
