Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

Umbau der Wetziker Berufsschule wird massiv teurer

Umbau der Wetziker Berufsschule wird massiv teurer

Fast 12 Millionen mehr

Der Regierungsrat wurde beim Umbau der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon von der Realität überrascht. Er hat deshalb einen weiteren Millionenkredit bewilligt.

Die Sanierung der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon (GBW) kostet rund ein Drittel mehr, als ursprünglich geplant. Es sei unmöglich, das Projekt mit den beantragten 37 Millionen Franken umzusetzen, teilt der Regierungsrat mit.

Da die zwischen 1961 und 1984 entstandenen Gebäude der GBW eines Gesamtumbaus bedürfen, sind die 2500 Lernenden der Berufsfelder Auto, Bau, Elektro, Garten, Holz und Unterhalt im Juli 2021 in die Ersatzflächen an der Schellerstrasse gezogen.

Kein Vertrauen von Unternehmen

Die Kombination verschiedener Faktoren habe jetzt «zu einem unvorhersehbaren Verlauf der Ausschreibungen der geforderten Leistungen» geführt, schreibt der Regierungsrat. Die Submissionen seien in einer aussergewöhnlichen Marktsituation mit Bau- und Materialpreissteigerungen erfolgt.

Die Schuld daran sieht er vor allem im grossflächigen Lockdown in China und den Lieferkettenproblemen wegen des Ukrainekrieges. Hinzu kämen die gestiegenen Energie- und Transportkosten, wie auch die Unsicherheit der Unternehmen betreffend Lohnentwicklung.

Das Bauvorhaben an der GBW dauert lange – über dreieinhalb Jahre. Zu lange, wie der Regierungsrat meint: Die Ausführung erfolgt in zwei Etappen. Damit verbunden seien Risiken zur Preisstabilität und Liefersicherheit, die den Bau für Unternehmen unattraktiv mache.

Der herrschende Fachkräftemangel verteuere das Vorhaben weiter. Da Lieferanten keine langfristig verlässlichen Preise abgeben könnten, würden viele Unternehmen auf eine Offertenstellung verzichten.

Rund ein Drittel mehr

«Dies führt zu einer Situation, die es noch nie gegeben hat», konstatiert der Regierungsrat.

Die bisher 36 erfolgten oder laufenden Bauvergaben machen bereits 76 Prozent des Kostenvoranschlags aus und haben diesen bereits um fast 7.4 Millionen Franken überschritten. 35 weitere Submissionen sind noch ausstehend. 

Ein Projektunterbruch mit grundsätzlicher Neuausrichtung komme aber nicht infrage. Die Baustelle ist bereits in Betrieb und die rund 2500 Berufsschüler werden am neuen Ort unterrichtet. Ausserdem würde ein Unterbruch negative Auswirkungen auf die Kosten und Termine nach sich ziehen,

Das Projekt soll deshalb wie ursprünglich geplant durchgeführt werden. Dafür ist ein zusätzlicher Betrag von 11,8 Millionen Franken nötig, den der Regierungsrat Mitte Dezember 2022 genehmigt hat. Damit wird das geplante Budget um rund 32 Prozent erhöht. Der neue Kostenvoranschlag weise eine Genauigkeit von ungefähr 10 Prozent auf.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns