Im Dübendorfer Zentrum leuchten Ampel-Herzli
Manchen Passanten mag es erst beim zweiten oder gar dritten Blick aufgefallen sein: An den Fussgängerampeln auf der Städtlikreuzung beim Stadthaus ist seit dem 1. Dezember in den Rotphasen kein Figürchen-Piktogramm mehr zu sehen, sondern ein leuchtend rotes Herz.
Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Guerilla-Aktion für mehr Liebe auf der Welt, sondern um eine hochoffizielle Handlung des Tiefbauamts. Also ein herziger Gruss aus der Dübendorfer Verwaltung, wenn man so will.
«Es ist ja gerade keine einfache Zeit», sagt Raymond König, Leiter der Abteilung Tiefbau. «Krieg in Europa, Energiekrise, die Teuerung und immer neue schlechte Nachrichten, da wollten wir die Leute mit den Herzen zum Schmunzeln bringen.»
Das bleibt erst mal so
Zum ersten Mal gesehen habe er die Ampel-Herzchen in Island, sagt König. «Ich fand das eine charmante Idee, eine lässige Aussage, die gut zu Dübendorf passt.» Auf der Facebook-Site «Du bisch vo Dübendorf, wenn…» sind die User jedenfalls begeistert. Und auch König gibt an, nur positive Rückmeldungen erhalten zu haben.
Die Aktion hat kein Loch in die Stadtkasse gerissen, so kostet eine Herz-Maquette, eine Art Schablone, lediglich 35 Franken; sechs davon wurden angebracht. Auch sei die Montage mit minimalem Aufwand möglich, und so liesse sich das Ganze auch sehr einfach wieder rückgängig machen. Doch das ist laut König nicht geplant: «Die Herzen sollen jetzt erst einmal dort bleiben, wo sie sind.»
