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Gestaltungsplan Ölwis/Blankenwis ist in trockenen Tüchern

Nur etwas mehr als eine Stunde dauerte die Lindauer Budgetgemeindeversammlung. Nebst einer Steuerfussreduktion sprachen sich die Stimmberechtigten für den privaten Gestaltungsplan Ölwis/Blankenwis im Ortsteil Winterberg aus.

Auf dieser Parzelle in Winterberg soll eine grosse Überbauung zu stehen kommen.

Archivbild: Fabio Meier

Gestaltungsplan Ölwis/Blankenwis ist in trockenen Tüchern

An der Lindauer Gemeindeversammlung am Montagabend haben die 186 Stimmberechtigten die drei Traktanden im Eiltempo durchgewinkt. Als erstes stand das Budget 2023 auf der Geschäftsliste. Dieses sieht einen knappen Ertragsüberschuss von 42’800 Franken vor, dies bei einem Aufwand von rund 41,65 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 41,69 Millionen Franken.

Der Gemeinderat beantragte der Versammlung eine Steuerfusssenkung von 108 auf 106 Prozent, die ohne Diskussion und mit nur vereinzelten Gegenstimmen angenommen wurde. Anschliessend wurde die Bauabrechnung über die Sanierung des Nichtschwimmer- und des Schwimmbeckens im Freibad Grafstal im Gesamtbetrag von rund 2,1 Millionen Franken und einer Kreditunterschreitung von rund 400’000 Franken ebenfalls genehmigt.

Kritische IG wird zur Verfechterin

Zuletzt stand der private Gestaltungsplan Ölwis/Blankenwis auf der Traktandenliste. Dieser ist nötig, weil die Grundstücke im betreffenden Gebiet, auf denen die Eigentümer eine Wohnüberbauung planen, mit einer Gestaltungsplanpflicht überlagert sind.

Die Dimensionen des Projektes sorgten in der Vergangenheit für kritische Stimmen. Es formierte sich gar eine die Interessengemeinschaft Zukunft Winterberg, die befürchtete, dass sich das ländlich geprägte Ortsbild Winterbergs durch die neue Siedlung einschneidend verändern wird. Diese soll Platz für rund 500 neue Bewohnerinnen und Bewohner bieten. 

Mittlerweile wurde das Projekt überarbeitet, sodass sich die IG am Montagabend sogar lobend für den Gestaltungsplan aussprach. Es sollte die einzige Wortmeldung zum Geschäft bleiben, das in der Folge grossmehrheitlich genehmigt wurde.  

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