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Ausliker blitzen erneut beim Regierungsrat ab

Der Wille einer Gruppe Ausliker scheint ungebrochen. Sie wehren sich weiter gegen die Schliessung des Campingplatz Auslikon und die Verschiebung der Parkplätze an den Dorfrand. Doch der Zürcher Regierungsrat will nach wie vor nicht auf ihre Argumente eingehen.

Er ist eine umstrittene Perle: Der Pfäffikersee mit seinem Naherholungsgebiet.

Archivfoto: Fabio Meier

Ausliker blitzen erneut beim Regierungsrat ab

Sie haben es noch einmal versucht und wurden noch einmal enttäuscht. Stellvertretend für rund 440 Ausliker haben sich Willi Schellenberg und Valerian Walser im Oktober ein zweites Mal an den Regierungsrat gewendet, um ihre Kritik am Konzept «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» anzubringen – mit leicht angepassten Argumenten.

«Wir denken, dass in der Zwischenzeit die Zeichen der Zeit erkannt worden sind und der Natur-, Heimat- und Denkmalschutz ihr ‹richtiges› Gewicht erhalten haben», schreiben sie. Das Projekt solle darum «in den Zeichen unserer veränderten Zeit» erneut überdacht, überarbeitet und neu beurteilt werden.

Verschiebung des Parkplatzes ist Dorn im Auge

Nun liegt die Antwort des Regierungsrates vor. Er verweist im Grundsatz auf das Antwortschreiben vom Sommer 2020, in dem er jegliche Kritikpunkte abweist.

Damals hatten die Ausliker eine erste Petition an den Regierungsrat eingereicht. Sie forderten diverse Punkte im Konzept «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» abzuändern. Dessen Massnahmenkatalog sieht neben der Schliessung des Campingplatzes auf Ende 2023 unter anderem auch die Verschiebung des Parkplatzes Nord vom Pfäffikersee an den Dorfrand vor.  Dagegen wehren sich die Ausliker. 

Nur auf den neuen Passus der Ausliker geht der Regierungsrat in seinem neuen Schreiben etwas genauer ein. So hatten Schellenberg und Walser ausgeführt, das Konzept müsse im Sinne der aktuellen Energiediskussion neu überdacht werden.

«Wir brauchen Errungenschaften wie das Campieren am See nicht rückgängig zu machen und deren Besucher zur Erholung in die weite Ferne schicken, damit sie hunderte, wenn nicht tausende von Kilometern zu fahren oder gar zu fliegen haben.»

Zudem hatten die Ausliker Kritik an der Anlage zur Parkplatzbewirtschaftung Kritik geübt, die «kaum im Sinne des Naturschutzes» umgesetzt worden sei. Die Beleuchtungen seien ununterbrochen in Betrieb, was einerseits energietechnisch sinnlos sei und zudem die Natur störe.

Kanton verweist an Gemeinde

Der Regierungsrat hält in seiner Antwort fest, dass die aktuelle Debatte zur nationalen Energieversorgung in keinem Zusammenhang zum Sachverhalt am Pfäffikersee steht.

«Die entsprechenden Beschlüsse des Bundesparlamentes haben daher auf die Beurteilung der Situation am Pfäffikersee und somit auf die diesbezüglichen Entscheide keinerlei Einfluss.»

Auch seien die entsprechenden Gemeinden und nicht der Kanton für die Beleuchtung und das Gebührenmanagement der Parkplätze verantwortlich. Letzteres wurde von den Auslikern insofern kritisiert, dass die Tarife der beiden Parkplätze bei der Badi Auslikon nicht einheitlich sind. Das Parkieren auf der Wetziker Seite auf dem Parkplatz Süd ist deutlich günstiger als auf dem Parkplatz Nord auf der Pfäffiker Seite. 

Abschliessend schreibt der Regierungsrat: «Wir versichern Ihnen jedoch, dass wir die von Ihnen angeführten Themen in die entsprechenden Gremien des Projekts zur Besprechung einbringen werden.» Ein schwacher Trost für die Ausliker.

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