Gregory Künzler fingert am Revers seines Anzugs rum. Anstatt über alte Autos zu reden, würde er offensichtlich lieber daran schrauben. Kein Wunder, was er und seine beiden Mechaniker künftig auf den Autolift zu stehen bekommen, sind nicht einfach alte Autos, sondern Klassiker – im wahrsten Sinn des Wortes.
Es ist Freitagmorgen, und Schmohl Exclusive Classic Cars hat die Presse nach Kemptthal ins Valley geladen. Während im Stammhaus der Schmohl AG im Zürcher Glattpark weiterhin vor allem Neuwagen der Nobelmarken Bentley, Bugatti, McLaren und Rolls-Royce verkauft, gewartet und repariert werden, sind es bei der neu gegründeten Tochterfirma ausschliesslich Oldtimer. Und zwar markenunabhängig, wie Christoph Haas, Group-CEO der Schmohl AG, mehrfach betont. Und so finden sich im Showroom denn auch zwei glänzend polierte Mercedes-Cabriolets mit der klassischen Pagodenform aus den 60er-Jahren.
Nichts fürs kleine Portemonnaie
Auf 250 Quadratmetern sollen künftig je nach Angebot zwischen zehn und zwanzig Oldtimer auf einen Liebhaber warten, während nebenan auf weiteren 450 Quadratmetern repariert und restauriert wird. «Mein Bonus als Werkstattchef ist, dass ich alle Autos testen darf.» Gregory Künzler grinst spitzbübisch. Privat fährt der langjährige Lotus-Experte – wie könnte es anders sein – einen knallgelben Sportwagen des britischen Autoherstellers.

