Politik

Ustermer Stadtrat will nicht auf die Moosackerstrasse verzichten

Der Ustermer Stadtrat lehnt die Volksinitiative gegen den Bau der Moosackerstrasse ab, unterbreitet aber einen Gegenvorschlag: Der Bau soll mit der Aufwertung mehrerer Strassen im historischen Zentrum verknüpft werden.

Ustermer Stadtrat will nicht auf die Moosackerstrasse verzichten

Schon mehr als ein halbes Jahrhundert lang beschäftigt sich die Ustermer Politik mit der Moosackerstrasse, bis heute ist die geplante Hauptverkehrsachse nicht über das Papier hinausgekommen.

Um dem Projekt nun den Garaus zu machen, haben die Grünen eine «Kulturland-Initiative gegen die Moosackerstrasse» eingereicht. Diese fordert, die Strasse aus dem kantonalen Richtplan zu entfernen und damit das Kulturland im Süden zu schützen.

Nun hat sich der Ustermer Stadtrat in der Frage zu Wort gemeldet. Er lehnt die Initiative ab, weil er sie für die Zentrumsentwicklung als elementar betrachtet. «Bei einem Wegfall der Moosackerstrasse würde die Situation im historischen Zentrum eingefroren und eine grosse Chance für dessen Aufwertung vertan», sagt Bauvorsteher Stefan Feldmann (SP).

So sieht die Verkehrssituation im Süden Usters aus.

Stattdessen legt der Stadtrat einen Gegenvorschlag vor. Laut diesem soll die Moosackerstrasse zwar gebaut werden. Gleichzeitig sollen aber die Strassenabschnitte, die durch das Projekt entlastet werden sollen, ins kommunale Strassennetz überführt werden.

Diese Abschnitte der Zürich-. Zentral-, Talacker- und der Riedikerstrasse gehören aktuell noch dem Kanton. Sie sollen sodann im Sinne des Stadtentwicklungskonzept aufgewertet werden. (mmu)

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