Regierungsrat soll sich erneut mit Ausliker Dauerthema beschäftigen
Sie wollen nicht aufgeben: Willi Schellenberg und Valerian Walser haben sich stellvertretend für rund 440 Ausliker Petenten erneut an den Regierungsrat gewendet. Bereits 2020 forderten sie, auf die Schliessung des Campingplatz Auslikons zu verzichten, den Parkplatz am Pfäffikersee zu belassen und nicht an den Dorfrand zu verlegen, sowie die Strasse zur Badi für den Verkehr offen zu halten.
Ende für den Campingplatz und neue Parkgebühren
23.09.2019

Kanton stellt Mobilitätskonzept vor
Am Montag hat der Zürcher Regierungsrat informiert, wie er den Verkehr und die Freizeitaktivitäte Beitrag in Merkliste speichern Die Abfuhr folgte nach nur kurzer Zeit. So will der Regierungsrat am Konzept «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» festhalten, das er im Sommer 2019 vorgestellt hat. Dessen Massnahmenkatalog sieht neben der Schliessung des Campingplatzes auf Ende 2023 unter anderem auch eine Bewirtschaftung der Parkplätze um den See vor.
Mit dem Gratisparkieren ist denn auch mittlerweile Schluss – bereits im Dezember 2020 wurde die Parkuhr auf dem Parkplatz Auslikon Süd auf Wetziker Boden in Betrieb genommen. Im Frühling 2021 zog die Gemeinde Pfäffikon mit ihrem System auf dem Parkplatz Nord nach.
Zweieinhalb Jahre nachdem sie ihre Petition eingereicht hatten, doppeln die Ausliker nun mit leicht verändertem Schreiben nach: «Wir denken, dass in der Zwischenzeit die Zeichen der Zeit erkannt worden sind und der Natur-, Heimat- und Denkmalschutz ihr ‹richtiges› Gewicht erhalten haben.» Das Projekt solle darum «in den Zeichen unserer veränderten Zeit» erneut überdacht, überarbeitet und neu beurteilt werden.
Errungenschaften nicht rückgängig machen
Analog zu Projekten zur Erzeugung von erneuerbarer Energie, die einfacher bewilligt werden, sollte mit dem Konzept am Pfäffikersee umgegangen werden. «Wir brauchen Errungenschaften wie das Campieren am See nicht rückgängig zu machen und deren Besucher zur Erholung in die weite Ferne schicken, damit sie hunderte, wenn nicht tausende von Kilometern zu fahren oder gar zu fliegen haben.»
Wenn man schon von Umweltschutz rede und Emissionen reduzieren wolle, soll man auch dazu stehen, heisst es im Schreiben weiter. Der aktuelle Parkplatz bestehe schon seit über 70 Jahren und habe bisher zu keinen Klagen geführt. «Klarstellen möchten wir, dass wir nicht gegen eine vernünftige Bewirtschaftung des Parkplatzes am See sind.»
Allerdings müsse diese «mit Augenmass» betrieben werden. Dass das Parkieren auf Pfäffikerseite pro Tag 12 Franken kostet, während man auf der Wetziker Seite nur 5 Franken bezahlt, ist für Schellenberg und Walser unverständlich.
Es ist nicht das erste Mal, dass Kritik am Pfäffiker Tarifsystem geübt wird. Der Grund für die hohen Preise habe jedoch einen guten Grund, sagte René Iten, Leiter des Bauamtes, früher dieses Jahr: Naturschutzgebiet und Strandbadstrasse sollen durch den Anreiz, mit dem Velo oder zu Fuss anzureisen, entlastet werden.
Beleuchtung rund um die Uhr
Die gesamte Anlage sei aber «kaum im Sinne des Naturschutzes» umgesetzt worden, schreiben die Ausliker. Die Beleuchtungen am Parkplatzsignal und an den Schranken würden ununterbrochen leuchten und damit insbesondere in der Nacht Tiere und Menschen stören. «Zudem ist dies auch energietechnisch nicht sinnvoll.»
Ob sich der Regierungsrat aufgrund der energiepolitischen Lage mit dem erneuten Schreiben umstimmen lässt, bleibt abzuwarten. Interventionen bei der Gemeinde Pfäffikon bezüglich Lichtemissionen der Schranken seien laut den Petenten bereits «im Sand verlaufen, beziehungsweise ungenügend und laienhaft umgesetzt worden».
