Der Gang war lang, und er führte zum Lift. Der Mitarbeiter der Eishalle hielt kurz inne, stützte sich auf seinen Besen und fragte: «Machen Sie hier auch mit?»
Denise Biellmann lacht, sie hat diese kleine, unscheinbare Szene nie vergessen, auch mehr als vierzig Jahre danach nicht. Diese Frage sei so wohltuend gewesen, «dieser Mann hatte keine Ahnung, wer ich war, ich genoss das richtig».
Sie war die 18-jährige hochtalentierte Eiskunstläuferin aus der Schweiz, die 1981 als übermächtige Favoritin an die Eiskunstlauf-WM nach Hartford im Bundesstaat Connecticut gekommen war. Rund eine Woche vor dem Wettkampf schon, um sich an die Bedingungen im Civic Center zu gewöhnen.
«Aber es war dann kaum zum Aushalten», sagt Denise Biellmann, «diese Daueranspannung, diese Erwartungen, als ginge es um Leben und Tod. Die Medien hatten lange vorher schon über mich berichtet – jetzt kann sie WM-Gold gewinnen.» Deshalb hat ihr diese Frage so gutgetan. «Machen Sie hier auch mit?»

