Yannik Schweizer staunte nicht schlecht, als er vor einigen Tagen zu seinem Briefkasten ging. Statt seinem erwarteten Paket fand der Pfäffiker nur gähnende Leere vor. Schnell wurde ihm klar: Das Päckli wurde unrechtmässig entwendet.
Besonders ärgerlich: Beim Inhalt handelte es sich um Luftbeutel, welche die menschliche Lunge imitieren. «Verbrauchsmaterial, das wir von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft für Erste-Hilfe-Kurse benötigen», konkretisiert Schweizer. Für den Täter habe der Inhalt des Pakets also keinerlei Wert.
Der Pfäffiker hängte ein Schreiben an seine Haustür, adressiert an den Dieb oder die Diebin, in dem er seinem Ärger Luft machte «Du hast nicht nur ein Paket gestohlen, sondern auch Menschen daran gehindert, eine Ausbildung zu erlangen, in welcher sie lernen, Leben zu retten. Ich hoffe, du denkst über dein Verhalten nach und kommst zum Schluss, dass du mit den Plastiksäcken nichts anfangen kannst.»
Weiter schlägt Schweizer dem Dieb vor, die gestohlene Ware wieder zurückzubringen. «Wenn du willst, lade ich dich auch gerne ein, einen Kurs bei uns zu besuchen. Wenn du dich nicht traust, das Paket zurückzustellen, auch kein Problem. In dem Fall würden wir uns über eine Spende auf unser Konto freuen.»

