Nach 51 Jahren ist Schluss: Der polnisch-schweizerische Bildhauer Romuald Polachowski schliesst sein Atelier in Aadorf Ende Oktober. Dies berichtet die «Elgger/Aadorfer Zeitung». Der 74-Jährige ist für seine Grabsteine, Skulpturen und Kunstbilder bekannt. Dabei gelang ihm stets der Spagat zwischen modernen und traditionellen Motiven.
Bestückte er in Aadorf gleich drei Kreisel mit Kunstwerkwerken, so ist er in der Region vor allem durch das Polenrelief bekannt. Dieses fällt aufmerksamen Spaziergängern und Wanderern auf, die den steilen Fussweg von Rikon in den Weisslinger Weiler Dettenried in Angriff nehmen.
Direkt neben dem steilen Weg hatten polnische Internierte im Zweiten Weltkrieg ein Denkmal in den Sandstein gehauen. Eine Recherche des «Tößthalers» zeigte im vergangenen Jahr: Polachowski weiss über dieses rätselhafte Motiv Bescheid.
Eine Tafel gegen das Vergessen
Für den Bildhauer war sogleich klar: «Die Darstellung von Rikon zeigt den Kopf eines Bauern von Zakopane im polnischen Tatra-Gebirge.» Die Häuser, die neben dem Kopf in den Stein gemeisselt worden waren, ähnelten zudem der typischen Architektur der Gebirgsregion von Zakopane.

