Keine Entschuldigung, kein Zeichen von Reue. Im Gegenteil. Ueli Maurer bleibt bis zum Schluss Ueli, der Provokateur.
Die neueste Episode lieferte der scheidende Finanzminister am Samstag an der SVP-Delegiertenversammlung. Er sagte dort, dass seine «Es»-Äusserung eine bewusste Provokation gewesen sei – und erntete dafür Applaus von seiner Partei.
Maurer hatte an der Pressekonferenz anlässlich seiner Rücktrittserklärung vor drei Wochen gesagt, ihm sei egal, ob auf ihn ein Mann oder eine Frau folge. «Solange es kein ‹Es› ist, geht es ja noch.» Das Transgender-Netzwerk Schweiz verlangte daraufhin eine Entschuldigung vom SVP-Bundesrat.
Von «kä Luscht» bis «Aff»
Doch jetzt kommt noch ein anderer Fall an die Oberfläche. Kurz bevor Maurer seinen Rücktritt verkündete, kanzelte er SRF ab. Die Satirikerin Patti Basler wollte ihn für die Sendung «Deville» auf der Strasse beim Bundeshaus in Bern fragen, was er zum Gender-Gap bei der medizinischen Forschung sage. Maurers Antwort: «Die huere Frage vom Färnseh. Viel tümmer chame nöd si, als ihr sind. Tschuldigung.»

