Der Juckerhof ist gut besucht an einem Mittwochnachmittag in den Herbstferien. Der Parkplatz ist seit den Morgenstunden voll, die Wartezeit beträgt bis zu einer halben Stunde. Aber auch auf dem Parkplatz beim Bahnhof Aathal, der als Ausweichmöglichkeit herhält, reiht sich eine Vielzahl von Fahrzeugen aneinander.
Je näher man dem Hof kommt, desto lauter wird das Stimmengewirr und Kindergeschrei. Pärchen sitzen in der Sonne und geniessen einen Kaffee, während Grosseltern mit ihren Enkeln am Tisch daneben Kürbisse schnitzen – immer unter stetiger Beobachtung der Geissli vor Ort.
Kinder rennen um die Wette, rufen nach ihrer Mama oder wählen den schönsten Kürbis aus, den sie finden können. Die Stimmung auf dem Hof ist ausgelassen – weniger gelassen sind die Reaktionen auf die Preise.
«Man überlegt sich zweimal, was man sich auf den Teller lädt.»
Sibylle Zollinger, Kundin auf dem Juckerhof
Sibylle Zollinger ist in Illnau aufgewachsen und wohnt mittlerweile im Aargau. Sie kommt hin und wieder mit ihrer Tochter auf den Juckerhof, meist während der Kürbis-Zeit. Die Preise seien teilweise «schon überrissen» sagt sie und zeigt auf eine Packung Popcorn, die ihre Tochter hält. «8.50 Franken für 90 Gramm? Das finde ich zu teuer.» Gekauft hat sie den Snack trotzdem.

