Es ist bei Michael Käppeli nicht immer ganz einfach, den Schalk vom Ernst zu trennen. Der Sicherheitsvorsteher von Illnau-Effretikon hat einen trockenen Humor. Doch als er in der letzten Fragestunde des Parlaments auf die Personalfluktuation bei der Stadtpolizei angesprochen wird, ist seine Antwort unmissverständlich. «Jetzt haben wir Vollbestand. Das freut mich ausserordentlich.»
Damit hat es der FDP-Stadtrat gleich offiziell verkündet: Die Stadtpolizei Illnau-Effretikon hat einen neuen Polizeichef. Martin Aegerter hat seinen Dienst am 1. Oktober aufgenommen. Derweil ist der stellvertretende Polizeichef Roger Studer, der die Position seit dem Abgang von Beat Möckli Ende Juni interimistisch besetzte, wieder ins zweite Glied zurückgetreten.
Ein guter Moment, um Luft zu holen? Nein.
Tatsächlich ist es in den Zeiten des grossflächigen Fachkräftemangels komfortabel, alle Stellen besetzt zu wissen. So kann sich das Korps, für das acht Polizistinnen und Polizisten und zwei Verwaltungsangestellte arbeiten, auch strategisch nach vorne orientieren. Ein guter Moment also, um einmal tief Luft zu holen? «Auf keinen Fall», sagt Käppeli. «Jetzt muss das Korps stabilisiert und die Motivation und der Teamspirit weiter gepflegt und gestärkt werden.»
Anruf beim Mann, dem diese Aufgabe übertragen worden ist. Martin Aegerter, das zeigt sich schnell, hat klare Vorstellungen. Er sagt: «Der Chef muss sich mit der Mannschaft auf Augenhöhe bewegen. Die Stärken jedes Einzelnen müssen zur Geltung gebracht werden. Und es braucht einen ehrlichen und wertschätzenden Umgang miteinander. Denn nur gemeinsam als Team erreichen wir unsere Ziele.»

