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Steuerfuss soll um 3 Prozente gesenkt werden

Für das kommende Jahr rechnet der Pfäffiker Gemeinderat mit einem Defizit von 115'000 Franken. Dies bei einem Steuerfuss, der von 113 auf 110 Prozent gesenkt werden soll.

Das Corona-Jahr war weniger schlimm als befürchtet: Die Steuern in Pfäffikon können wieder runter.

Archivfoto: Andreas Stutz

Steuerfuss soll um 3 Prozente gesenkt werden

Die befürchteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzlage, seien bislang ausgeblieben, schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Die Steuereinnahmen haben sich sogar positiv entwickelt, wenn man das Vorjahresbudget als Vergleich nimmt. Deshalb soll nun die Steuerfusserhöhung aus dem Jahr 2020 wieder rückgängig gemacht werden. Damals hatte der Gemeinderat eine Erhöhung um 5 Prozent beantragt, die Gemeindeversammlung bewilligte aber nur 3 Prozent mehr.

Für 2023  weist das Budget bei einem Aufwand von knapp 85 Millionen Franken und fast identischem Ertrag ein kleines Defizit von 115’000 Franken aus,

Bei den Gemeindesteuern rechnet man mit fast zwei Millionen Mehrertrag, bei der Grundstücksgewinnsteuer mit einer halben Million. Dazu kommen 2,7 Millionen mehr aus dem Topf des Finanzausgleichs.

Höhere Kosten im Schulbereich

Bei der Schule wird mit höheren Kosten von insgesamt 2 Millionen Franken gerechnet. Dies weil es auf der Primarstufe zwei zusätzliche Klassen gibt und auf der Kindergartenstufe Anpassungen bei den Löhnen. In den Tagesstrukturen rechnet man mit einer erheblichen Zunahme an zu betreuenden Kindern und die neu geplante Ferienbetreuung ist erstmals im Budget. Im Bereich Sonderpädagogik gibt es eine Verlagerung in Privatschulen, weil Sonderschulplätze fehlen.

Mehr Personal

Der Personalaufwand erhöht sich um knapp 22 Prozent, dazu gehören die Übernahme der Kommunalpolizei, neue Stellen Leitung Bildung und Leitung Sicherheit, diverse Stellenerhöhungen im kommunalen Lehrpersonal sowie bei den Abteilungen Liegenschaften, Bauamt, Sozialamt, Jugend und Integration. Zusätzlich wurde mit einem Teuerungsausgleich von 2,5 Prozent gerechnet.

Der Krebisbach wird saniert

Das Investitionsvolumen für 2023 beläuft sich auf 8,8 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 400’000 Franken mehr. Nebst den Kosten für die Schulliegenschaften sind auch die Sanierung des Krebsiweihers und die Offenlegung Gemisbächli sowie diverse Strassensanierungen geplant.

Rechnung 2022 wird wohl um einiges besser

Das Budget 2022 wurde mit einem Aufwandüberschuss von 134’000 Franken genehmigt. Wie der Gemeinderat nun schreibt, rechnet man mit einem deutlichen Gewinn von rund 2 Millionen Franken. Diese Hochrechnung ist unter anderem durch höhere Steuereinnahmen und einen höheren Finanzausgleich entstanden, während die geplanten Gewinne aus Liegenschaftsverkäufen in der Höhe von rund 2 Millionen Franken nicht mehr 2022 anfallen werden, da sich die Verkäufe verzögern. (zo)

Von der Konjunktur abhängig

Wie der Gemeinderat weiter schreibt, können die langfristigen finanzpolitischen Ziele eingehalten werden. Die Kostensteigerungen in einzelnen Bereichen konnten durch Mehreinnahmen beim Finanzausgleich und den Steuern aufgefangen werden. Diese beiden Bereiche hängen von der Steuerkraft ab, sind stark mit der Konjunktur verknüpft und könnten sich bald wieder abschwächen. Sorgen bereiten auch die hohen Investitionen in den Folgejahren, die finanziert werden müssen.

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