Auf die Frage, wie oft er Pizza isst, meint Santino Lanzo nur schelmisch: «Zu oft.» Er hat in Italien die Ausbildung zum Pizzaiolo absolviert und kam vor sechs Jahren in die Schweiz, um Bekannten in ihrer Pizzeria auszuhelfen. «Leider haben die Kebab-Betriebe, die querbeet alles verkaufen, das Image der Pizza in der Schweiz verschlechtert», sagt der 52-Jährige. «Entsprechend wichtig ist unsere Mission, die originale Pizza-Kultur zu verbreiten.»
Dafür hat er zusammen mit Giacomo Caruso und Massimiliano Consoli den Nationalen Verband der Pizzaioli gegründet. Gemeinsam betreiben die drei auch das Restaurant Santa Pizza in Pfäffikon.
Für sie gibt es nur ein einziges Rezept, nach dem Pizza hergestellt werden soll, und zwar jenes der «Pizza Napoletana». Dieses ist gar von der Unesco als Menschheitskulturerbe anerkannt worden. «Die Pizzakultur ist uns heilig», betont Caruso. «Wir müssen uns die Pizza zurückerobern.»
No-Gos sind etwa industriell hergestellter Teig oder die falschen Tomaten für den Belag, führt Lanzo aus. «Der Teig muss mindestens 24 Stunden gären und die Tomaten müssen von einer speziell fruchtfleischreichen Sorte sein. Oft wird die Teigzubereitung unterschätzt und zu wenig Zeit für die richtigen Produktionsschritte einberechnet.»

