Politik

Dübendorf schliesst das Hallenbad

Als erste Stadt der Region schliesst Dübendorf das Hallenbad über die Wintermonate. Dafür soll die Eissportanlage im Gegenzug weiterbetrieben werden.

Dübendorf schliesst das Hallenbad

Aus Angst vor einer Energiemangellage im Winter hat der Dübendorfer Stadtrat vorsorgliche Energiesparmassnahmen getroffen. Die wohl gravierendste für die Bevölkerung betrifft dabei das Hallenbad im Schulhaus Stägenbuck. Dieses wird vom 1. Dezember bis 26. Februar 2023 geschlossen bleiben, wie der Stadtrat am Freitag mitteilt.

Der Schwimmunterricht für die Schülerinnen und Schüler wird während dieser drei Monate entfallen. Es wird ein Ersatzprogramm stattfinden. Durch die Schliessung kann laut dem Stadtrat sehr viel Energie gespart werden. Insgesamt will er rund 15 Prozent beim Gas und 5 bis 10 Prozent bei der elektrischen Energie einsparen.

Eissportanlage bleibt in Betrieb

Ein namhafter Energieverbraucher ist auch die Eissportanlage «Im Chreis». Weil sie jedoch eine wichtige Institution und ein bedeutender Teil des Dübendorfer Sportangebots ist, wird sie nicht ganz geschlossen. Der Stadtrat begründet diesen Entscheid unter anderem damit, dass die Anlage bereits während der Pandemie nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden konnte.

Man habe sich Gedanken gemacht, wie und ob der Energieverbrauch gesenkt werden könnte. Doch Teile des Trainings- und Spielbetriebs könnten bei Schliessung oder Teilschliessung nicht mehr stattfinden. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das soziale Klima in der Stadt. Bis auf Weiteres wird auf diese Massnahme verzichtet.

Weihnachtsbeleuchtung light

In Sachen Weihnachtsbeleuchtung geht der Dübendorfer Stadtrat einen anderen Weg als Uster. Weil die öffentliche Weihnachtsdekoration sehr geschätzt werde und die dunkle Jahreszeit erhelle, solle nicht ganz auf sie verzichtet werden.

Dennoch will der Stadtrat ein Zeichen setzen und die Beleuchtung reduzieren, indem er nur die Hälfte der Sterne an den Strassenlaternen anbringt.

Die öffentlichen Weihnachtsbäume beim Stadthaus, im Gfenn und in Stettbach werden nur ab Einbruch der Dämmerung bis maximal 10 Uhr den Nachthimmel erhellen.

20 Grad Raumtemperatur

Alle Verwaltungsgebäude der Stadt werden auf maximal 20 Grad reduziert. Dies gilt auch für die Verwaltungsräume des Alters- und Spitexzentrums. Nachts sollen die Fenster geschlossen und die Rolläden heruntergelassen werden – als zusätzlicher Isolationsschutz.

Wegen des zu erwartenden Gasmangels werden die Heizungen der städtischen Liegenschaften zudem von Gas auf Öl umgestellt, wo es technisch möglich ist.

Während Weihnachten und Neujahr bleiben die Büros der Stadtverwaltung und der Primarschulverwaltung geschlossen. Die Temperaturen werden während dieser Zeit noch stärker gesenkt. Die Schliessung dauert diesmal bis zum 6. Januar, um den Spareffekt auszudehnen. Das Personal wird im Homeoffice arbeiten und telefonisch erreichbar sein.

Kleinere Massnahmen

Um den Energieverbrauch weiter zu verringern, wird bei öffentlichen Gebäuden auf die Beleuchtung der Fassaden und Leuchtbeschriftungen verzichtet. Auch sei der Warmwasserverbrauch in den Verwaltungsgebäuden und in den Primarschulen zu reduzieren. (gap)

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