Sek-Schüler erkunden lokale Lehrberufe
«Augen auf bei der Berufswahl», heisst es im Volksmund. Doch das ist leichter gesagt als getan. Den Schülerinnen und Schülern, die sich nach einem Lehrberuf umsehen, steht nämlich ein bunter Strauss an Berufsbildern mit unterschiedlichsten Anforderungen zur Auswahl.
Wie welcher Beruf funktioniert, haben die Schüler der zweiten Oberstufe in Zell am Dienstag im Rahmen des Berufswahl-Parcours erfahren. Voller Neugier liessen sie sich durch die lokalen Gewerbe- und Industriebetriebe führen. Und sie durften auch selbst Hand anlegen.
In der Küche des Pflegezentrums im Spiegel in Rikon zeigten Zeljko Rebic und Benjamin Spitzer, wie man Brote «altersgerecht» belegt, Blätterteigstrudel backt und warum die «Mise en Place» so wichtig ist.
Einblick in den Berufsalltag eines Logistikers gab es im Lager der Kuhn Rikon AG. Hier bereiteten die Schüler nicht nur Bestellungen von Anfang bis Schluss vor, es ging für sie auch hoch hinaus: Im Lift des 23 Meter hohen Hochregallagers.
Anpacken ist gefragt
«Unser Beruf ist sehr kreativ, aber ab und an gibt es auch Büroarbeit zu verrichten. Zum Glück überwiegt der kreative Teil», erzählte Barbara Hallauer den Schülerinnen, die im Blumenladen «Bluemigs + meh» Floristinnen-Luft schnupperten.
Aus Zierkürbissen, Ästen und Blumen entstanden schliesslich Herbstkränze, die die Schülerinnen mit nach Hause nehmen durften.
Und in der Garage Rathgeb in Kollbrunn galt es, die Reifen eines Autos zu wechseln. Patrick Bosshard, der die neugierigen Schüler betreute, erklärte die notwendigen Handgriffe und motivierte die Gruppe.
Zum Schluss gab er ihnen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: «In Automobilberufen ist Anpacken gefragt. Aber auch in der Berufsschule gibt es viel zu lernen. Das Wichtigste ist, immer den Willen zu behalten.»
