Alterswohnungen warten noch auf Mieter
Noch ist der Neubau des Pflegezentrums Vita Futura im Rohbau. Dennoch suchen die Verantwortlichen schon jetzt nach ersten Mietern für die Alterswohnungen. 50 Wohnungen stehen auf dem Areal zwischen Zentral- und Austrasse in Volketswil zur Verfügung und sollen ab kommendem Frühsommer bezogen werden. Fünf Wohnungen sind laut Geschäftsführer Daniel Durrer bereits vergeben. Weitere Räume seien provisorisch reserviert.
«Ich bin sehr zufrieden. Das Interesse für die Wohnungen ist gross.» Sie hätten täglich etwa drei Gespräche mit Interessenten, insbesondere Wohnungen mit Balkon seien begehrt. Weil das Gebäude noch nicht fertig gebaut sei, sei ein Entscheid für einen Wohnungsbezug entsprechend schwer zu fällen. «Wir können noch keine Führungen durch das Haus machen und die Leute sehen entsprechend noch kein Endergebnis.»
Um potentiellen Mietern eine Vorstellung der Wohnsituation geben zu können, hätten sie einen Showroom eingerichtet. «In diesem können wir den Leuten einen Eindruck vermitteln, indem wir ihnen die eingebauten Materialien zeigen», sagt Durrer.
Wohnungen ab 1860 Franken
Geplant sind etwa Eichenparkett in den Zimmern, Küchenarbeitsfläche aus Kunststein oder Einbauschränke mit Oberflächen in Eichenfurnier.
Das Gebäude selber wird eine Holzfassade bekommen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Stromerzeugung und im Sommer werden die Zimmer über die Bodenheizung gekühlt.
Die Preisspanne für die Mietwohnungen reicht von 1860 Franken mit einer Fläche von 31 Quadratmeter, bis hin zur 2-Zimmerwohnung mit 56 Quadratmeter für 3090 Franken. Im Mietpreis inbegriffen ist ein sogenanntes Basispaket, das unter anderem die Benützung der Gemeinschaftsräume, ein 24h-Stunden-Notruf-System in der Wohnung, monatliche und jährliche Reinigung der Wohnung oder die Benutzung der Fitnessgeräte beinhaltet. Und auch alle Nebenkosten sind im Preis dabei.
Weitere Etappe in den Startlöchern
Der Bau schreitet laut Geschäftsführer Durrer gut voran. Vom Problem der Lieferverzögerungen mit denen andere Bauherren zu kämpfen haben, seien sie weitgehend verschont geblieben. «Wir haben schon früh bestellt und uns so 95 Prozent der Materialen gesichert. Ganz ausgeschlossen sind aber Lieferverzögerungen dennoch nie.»
Der vorgesehene Neubau ist nur ein Teil der grossen Überbauung der Vita Futura, der auf dem Areal umgesetzt wird und gesamthaft 58 Millionen Franken kosten soll. Eine weitere Etappe ist der bereits realisierte Umbau des «Arbeitsschulhaus, wo die Spitex untergebracht ist. Noch nicht begonnen hat der Umbau und die Sanierung des Pflegezentrums Oberdorf, wo die alten Pflegezimmer zu weiteren Alterswohnungen umgebaut werden sollen. Die Vita Futura sieht den Baustart hierfür im nächsten Jahr vor.
Daniel Durrer zeigt sich hinsichtlich des derzeitigen Neubaus zuversichtlich. «Ich bin optimistisch, dass wir den Neubau im Frühsommer 2023 eröffnen können.»
Konfrontiert mit schlechter Bewertung, jetzt reagiert Vita Futura
Auf Google ist das Pflegezentrum Vita Futura von Internetnutzern nur mässig bewertet worden. Die Institution erhält gerade mal rund 3 von 5 Punkten. Einige Einträge sind mit der miesesten Wertung benotet worden. Auffallend ist, dass Vita Futura erst seit kurzem auf diese bereits jahrealten Kommentare reagiert hat. So unterstellte etwa ein Nutzer vor zwei Jahren, dass die gewinnorientierte Führung keine Rücksicht auf Bewohner und deren Angehörige nehme und die Mitarbeitenden unzufrieden seien.
Die Vita Futura schrieb kürzlich als Antwort, dass sie eine gemeinnützige Aktiengesellschaft und zu 100 Prozent im Besitz der Gemeinde Volketswil ist. «Unserem Fachpersonal ist das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner und die Zusammenarbeit mit den Angehörigen sehr wichtig.»
Weiter fordert das Pflegzentrum den Schreiber auf: «Da ausserdem ein anonymes Profil verwendet wurde, gehen wir davon aus, dass ihre Bewertung willkürlich verfasst worden ist. Wir bitten Sie, solche willkürlichen Kommentare in Zukunft zu unterlassen und diesen hier zu löschen.»
Geschäftsführer Daniel Durrer, der erst seit fünf Monaten bei der Vita Futura angestellt ist, sagt dazu: «In der Zeit war das Pflegzentrum mit der grossen Herausforderung Pandemie konfrontiert. Deswegen lag wohl der Fokus nicht immer auf der sofortigen Beantwortung solcher Bewertungen. Künftig müssen wir aber auf solche Kommentare schneller reagieren.»
Leider seien solche Kritiken auch oft sehr ungerecht, weil sie meist stark subjektiv gefärbt seien. «Aber klar, wenn etwas bei uns nicht gut ist, müssen wir daraus lernen und uns verbessern.»
