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Jetzt macht der Stadtrat punkto Stromsparen ernst

Der Stadtrat Wetzikon zeigte im Parlament, dass er jetzt handeln will. An seiner nächsten Sitzung hat er offenbar Grosses vor, wie er am Montag durchblicken liess. Die Weihnachtsbeleuchtung wird nur eines der Themen sein.

Auch die Weihnachtsbeleuchtung steht auf der Traktandenliste des Statrats ..., ... obwohl diese eigentlich nicht Sache des Stadtrats, sondern Kind einer dafür zuständigen Genossenschaft ist., Unter anderem wurde diskutiert, ob man die Weihnachtsbeleuchtung in der Nacht ausschalten solle.

Archivfoto: Christian Merz

Jetzt macht der Stadtrat punkto Stromsparen ernst

Das Thema Energiesparen prägte die Parlamentssitzung am Montag durchs Band. Und es brauchte nicht einmal den Hinweis von Raphael Zarth (GP). In der Fraktionserklärung zu Beginn der Sitzung sagte er, wenn Wetzikon seine Weihnachtsbeleuchtung nur verkleinern wolle, sei das zu wenig. Signalwirkung sehe anders aus.

Die Weihnachtsbeleuchtung in Wetzikon ist allerdings nicht Sache des Stadtrates, sondern seit 2017 das Kind der Genossenschaft Weihnachtsbeleuchtung. Und trotzdem steht sie auf der stadträtlichen Traktandenliste. Da kündigt sich wohl etwas an.

Stadträtin Christine Walter Walder war es, die im Rahmen der alljährlichen Fragestunde Klartext redete. Natürlich drehten sich bereits viele der eingereichten Fragen der Parlamentarier darum, wie die Stadt auf die drohende Energiekrise reagieren und Strom sparen wolle. Aber das Votum von Walter Walder war dann doch sehr eindeutig, als sie sagte: «Am Mittwoch sprechen wir über Sofortmassnahmen.» Und sie meinte die nächste Sitzung des Stadtrates.

Kühler soll es werden

Die Pläne gehen offenbar recht weit. Die Temperatur der städtischen Hallenbäder soll gesenkt werden, Händewaschen in öffentlichen Gebäuden nur noch mit kaltem Wasser, eine Reduktion von Raumtemperaturen und Beleuchtung, die ganze IT-Infrastruktur komplett abschalten über Nacht – und eben auch die Weihnachtsbeleuchtung.

Aber ob das auch die Schulen betrifft oder nur die Verwaltung ist noch unklar. Und einfach beschliessen will und kann man das nicht alles. Es sollen vor allem Vorschläge daraus resultieren, an die Bevölkerung aber auch an die Gewerbebetriebe. Man darf gespannt sein.

Unterstützung für die Klimabewegung

Angeregt wurde die Diskussion auch von der SP-Fraktion. Brigitte Meier Hitz machte sich stark für die Klimabewegung und erinnerte auch an den kleinen « Eklat » an der letzten Parlamentsdebatte.

Vor Monatsfrist haben drei unerschrockene Aktivisten im Parlament auf ihre Anliegen aufmerksam machen wollen, wurden daher dann aus dem Saal geführt.

Meier Hitz sagte: «Stellen wir uns ein Wetzikon mit mehr Bäumen und gesünderem Klima vor.» Das gehe nur ohne fossile Energien. Und: «Wir müssen jetzt handeln, es liegt an uns, damit jetzt etwas passiert». Das hat sich der Stadtrat nun offenbar auf die Fahne geschrieben.

Weihnachtsbeleuchtung «light» für Wetzikon

30.09.2022

Strom sparen im Oberland

Wetzikon will trotz drohender Stromkrise die Weihnachtsbeleuchtung nicht ganz ausknipsen. Beitrag in Merkliste speichern Es ging aber nicht nur ums Energiesparen. Auch der Mehrwertausgleich war ein prägendes Thema. Alle Gemeinden sind verpflichtet, auf Mehrwerte, die durch die Umzonung eines Grundstücks entstehen, Abgaben zu erheben.

Geld für Wetzikons Entwicklung

Wetzikon hat die Hausaufgaben gemacht und vorgeschlagen, den Höchstsatz von 40 Prozent zu nehmen. Etwas, das im Übrigen die meisten vergleichbaren Gemeinde tun. Die Freifläche liegt mit 1200 Quadratmeter ebenfalls im normalen Bereich.

Die Fraktionen FDP/EDU und SVP waren hier aber anderer Meinung und verlangten, lediglich 20 Prozent Mehrwertausgleich zu erheben. Dieser Antrag unterlag dann aber doch in der Abstimmung.

Schliesslich soll das Geld aus solchen Abgaben für die städtebauliche Entwicklung genutzt werden, was im Parlament stärker gewichtet wurde als allfällige Bedenken, dass Grundstücksbesitzer geschröpft werden.

Vorstösse zu E-Trottis und zur Schule?

In einer Interpellation von SVP-Gemeinderat Roger Hutter ging es weiter um die E-Trottinetts. Seit Juni gehören sie auch in Wetzikon zum Stadtbild: Die bunten Zweiräder zum Mieten, die man benützen und wieder stehenlassen kann.

Und eben dieses Stehenlassen sorgt immer mal wieder für Ärger. Offiziell gilt das Ganze als Pilotversuch und ist auf ein halbes Jahr befristet. In seiner Interpellation stellt Hutter fest, dass diese E-Trottinetts oft falsch abgestellt oder nicht korrekt benutzt werden. Bis im Januar muss der Stadtrat Antworten liefern, wie das mit diesen Trottis denn nun weitergehen soll.

Timoteos Bruderer und die SVP-Fraktion wiederum fordern, in der Sek wieder ein dreiteiliges Schulmodell einzuführen. Dabei gehe es nicht darum, unbedingt die Sek C wieder einzuführen, aber wenigstens wieder eine Dreierabstufung. Am 20. September wurde dazu eine Petition mit über 900 Unterschriften eingereicht und am Montag ein entsprechendes Postulat. Dazu muss der Stadtrat dem Parlament nun einen Bericht vorlegen. Spätestens bis im Januar.

Neues Wetziker Stadtmagazin
Gemäss Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) ist die Ausschreibung für ein Wetziker Stadtmagazin in Vorbereitung. Die Lancierung ist für das erste Halbjahr 2024 geplant.

Holzelemente am Wildbach
Stadtrat Stefan Lenz (FDP) kam die Aufgabe zu, zu erklären, wieso die Holzelemente am Wildbach entfernt werden. Offenbar waren sie nicht mehr sicher, aber sie sollen bald einmal ersetzt werden.

Kritik an den Tempo-30-Zonen
Zeno Schärer (SVP) bezeichnete die neuen Tempo-30-Zonen im Bereich der Usterstrasse als ungenügend und «halbgar». Hier müsse nachgebessert werden. Die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger sei nicht gewährleistet.

Vier Tage Chilbi?
Auch nächstes Jahr soll die Chilbi vier Tage dauern. Eine Umfrage soll dann zeigen, ob der zusätzliche Chilbi-Freitag beibehalten werden soll.

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