Turbenthal kann Steuern senken
Der Gesamtsteuerfuss in Turbenthal könnte nächstes Jahr 122 Prozent betragen, zwei Prozentpunkte weniger als 2022. Das teilt der Turbenthaler Gemeinderat mit.
Bei der Politischen Gemeinde ist eine Senkung des Steuerfusses um 4 Prozentpunkte vorgesehen, während dieser bei der Primarschulgemeinde um 2 Punkte erhöht werden soll. Der Steuerfuss der Sekundarschule bleibt voraussichtlich unverändert.
Mehr Finanz- und Lastenausgleich
Die Erfolgsrechnung 2023 der Politischen Gemeinde wird mit einem Ertragsüberschuss von 6960 Franken budgetiert. Der Aufwand beträgt 30’258’395 Franken bei einem Ertrag von 30’265’355 Franken.
Der Steuerertrag wird für das Jahr 2023 wegen des tieferen Steuerfusses leicht geringer als im Vorjahr budgetiert.
Als Folge der nach wie vor regen Bautätigkeit wird mit höheren Grundstückgewinnsteuern gerechnet, nämlich 250’000 Franken mehr als noch 2022. Auch der Finanz- und Lastenausgleich steigt im Vergleich zum Vorjahr um rund 560’000 Franken.
Feuerwehr und Zivilschutz kosten mehr
Mit höheren Kosten rechnet der Gemeinderat unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Soziale Sicherheit. Dort steigt die Nettobelastung gegenüber dem Budget 2022 um 160’000 Franken an.
Ebenso verursachen die drei Zweckverbände Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg, Zivilschutz Tösstal und Schwimmbad Neuguet im nächsten Jahr höhere Kosten. Damit künftige Sonderbelastungen nicht durch eine Erhöhung des Steuerfusses gedeckt werden müssen, ist im Budget 2023 wiederum eine Einlage in die Reserven geplant.
Bund beteiligt sich an Zivilschutzanlage
Im nächsten Jahr sind einige grosse Investitionen geplant. Beispielsweise muss die Zivilschutzanlage Breiti umfassend saniert werden. An den Erneuerungskosten von rund einer Million Franken beteiligt sich der Bund mit einem Anteil von rund 870‘000 Franken.
Der hochwassersichere Ausbau des Chämibachs schlägt ausserdem mit 2,1 Millionen Franken Buche.
Tempo 30 kommt wohl nächstes Jahr
Auch im Bereich Strassenverkehr sind Investitionen von rund 2 Millionen geplant, wobei 1,3 Millionen für die Sanierung der Sonnenbergstrasse vorgesehen sind. Weitere Strassensanierungen und Belagserneuerungen verursachen Investitionen von etwa 700‘000 Franken.
Die Umsetzung von Tempo 30 auf Quartierstrasssen sollte ebenfalls 2023 erfolgen. Die Gemeinde rechnet laut der Mitteilung mit Kosten von 110’000 Franken. (bes)

