Auf der Hochebene zwischen Kempt und Töss thront das Schloss Kyburg. Im mittelalterlichen Dorf, das ihm zu Füssen liegt, säumen Fachwerkhäuser die gepflasterten Wege. Mittendrin: Die Gartenwirtschaft des Gasthauses Hirschen, in dem ein unauffälliger grüner Glaspavillon steht.
Hier hat sich die Kollbrunner Künstlerin Esther Kernen-Fischer eingenistet, um unter dem Titel «Wertiges mit Menschen» ihre Werke auszustellen. Der Ort ist nicht zufällig gewählt.
«Als ich noch ein Kind war, bin ich oft mit meiner Familie hier eingekehrt», sagt Kernen. Vor ihr auf dem Tisch sind Farben, Pinsel und Zeichenpapier ausgebreitet: Heute können sich die Besucher nämlich nicht nur mit der Künstlerin austauschen, sondern ihr auch beim Malen über die Schulter schauen.
Keine unnatürliche Schönheit
Betritt man den Pavillon, offenbaren sich dem Betrachter dutzende Skulpturen und Gemälde. «Was Sie da sehen, sind drei Jahre Arbeit», sagt die 53-Jährige und zeigt auf das Sideboard hinter ih0. Darauf sind minutiös genau dutzende vergoldete Tonfiguren aufgereiht.

