Aus Mangel an Lektüre für ihre Schülerinnen und Schüler begann die Zürcher Schriftstellerin Olga Meyer, Geschichten zu schreiben. Mit den beiden Kinderbüchern «Anneli» und «Sabinli» schuf sie ein liebevolles Zeitzeugnis über das Leben im Tösstal zur Zeit der Industrialisierung.
Den 50. Todestag der Autorin nahmen die reformierte Kirche sowie die Ortsmuseen und Bibliotheken von Turbenthal und Wila zum Anlass, das «Sabinli» hör- und erlebbar zu machen. Am Mittwoch luden sie zum Vorlesemarathon und entführten das aufmerksame Publikum, unter anderem mit historischen Gegenständen, ins alte Wila.
Seifenblasen aus alten Fadenspulen
Damals gab es noch keine Eisenbahn im Tösstal und Seifenblasen machten die Kinder mit gedrechselten Fadenspulen. Darin konnten sich die Besucherinnen und Besucher ebenfalls ausprobieren.
Da die Lesezeit des Kinderbuchs rund neun Stunden beträgt, wird der Lesemarathon diesen Samstag fortgesetzt. Kinder, die Lust haben, sich in den Schlaf lesen zu lassen, können in der Kirche übernachten und am Sonntag gemeinsam frühstücken.

