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Das Kinderhospiz und die Parkplatzproblematik

An einer Infoveranstaltung in Fällanden haben die Verantwortlichen den geplanten Bau des Kinderhospiz «Flamingo» vorgestellt. Widerstand gab es vonseiten der Anwohner.

Neben der katholischen Kirche in Fällanden soll das Kinderhospiz einst gebaut werden., Bis die Stiftung die Tore für Kinder mit lebenslimitierenden Erkrankungen öffnen kann, dauert es allerdings noch über zwei Jahre, Diese Wiese hat die katholische Kirche der Stiftung für das Hospiz zur Verfügung gestellt.

Foto: PD

Das Kinderhospiz und die Parkplatzproblematik

In der Zwicky Fabrik informierte am Mittwochabend die Stiftung Kinderhospiz Schweiz über ihr Projekt. Sie will rund 100 Meter vom Anlass entfernt neben der katholischen Kirche in Fällanden das Kinderhospiz «Flamingo» bauen. Ein Ort, wo Kinder mit Erkrankungen, die zu einem früheren Tod führen, mit ihrer Familie Zeit verbringen können.

Juerg Herren, Präsident der Stiftung, sagte, dass in der Schweiz etwa 5000 Kinder das Erwachsenenalter wegen ihrer «lebenslimitierenden» Erkrankungen nicht erreichen. Familien sollen die Möglichkeit haben, eine oder mehrere Wochen im Hospiz mit Pflegeangebot zu verbringen. Acht Behandlungszimmer für ebenso viele Kinder sollen dafür in einem dreistöckigen Neubau geschaffen werden.

Als Landeigentümerin hat die römisch-katholische Kirchgemeinde Dübendorf ihr Grundstück im Baurecht an die gemeinnützige Stiftung übergeben. Die Baueingabe erfolgt anfangs Oktober. Im Sommer soll Baubeginn sein und Ende 2024 will die Stiftung den Betrieb aufnehmen. Die Verantwortlichen rechnen mit Kosten von 12 bis 15 Millionen Franken für den Bau, der über Spenden finanziert werden soll.

Skeptische Anwohner

Etwa 100 Leute nahmen an der Veranstaltung teil, darunter der Architekt des Projekts, Kirchen- sowie Behördenvertreter. Dabei waren auch einige Anwohner. Diese standen dem Bauvorhaben, im Gegensatz zu den meisten anderen, die sich zu Wort meldeten, skeptisch gegenüber. So äusserten einige etwa wegen der Hospiz-Parkplätze Bedenken, die aus ihrer Sicht besser in eine Tiefgarage verlegt würden. Ein Quartierbewohner hinterfragte den Sinn der neuen Parkfelder. Für ihn wären die Bestehenden der Kirche eine Option.

Auch die Zufahrt wurde kritisiert. Die Anwohner wünschten sich wegen des erwarteten Verkehrs zum Kinderhospiz eine Strasse, die weiter entfernt vom Quartier liegt.

Gemeinderat Ruedi Maurer (parteilos) sagte klar: «Die gewünschte Zufahrt auf der abgelegenen Seite kann wegen der Greifenseeschutzzone definitiv nicht realisiert werden.» Er sei stolz, dass das Kinderhospiz in Fällanden gebaut werde, doch an der Parkmöglichkeit müsse die Gemeinde noch arbeiten.

«Ich bin mit der Parkplatzsituation nicht glücklich.»
Maia Ernst (GLP), Gemeinderätin Fällanden

Gemeinderatskollegin Maia Ernst (GLP) war der gleichen Meinung. «Ich bin mit der Parkplatzsituation nicht glücklich.» Nach den Parkplätzen vor und hinter der Kirche und derjenigen vom Altersheim, kämen nun auch noch die neuen des Kinderhospizes dazu, das seien letztlich sehr viele. «Vielleicht können wir hier etwas Gescheiteres machen und die Parkplätze gemeinsam nutzen.»  

Doch auch Ernst begrüsste das Bauvorhaben der Stiftung ausdrücklich und attestierte ihr eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden: «Der Gemeinderat freut sich über das Projekt. Wir sehen den Sinn, Zweck und die Notwendigkeit dahinter.»

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