In der Gärtnerei des Ausbildungs- und Versuchsbetrieb Strickhof in Lindau wird nicht nur das Gemüse für die Mensa angebaut, sondern auch für den Verkauf im campuseigenen Hoflädeli. «Viele unserer Kunden verbinden den Namen Strickhof auch nur mit dem Laden und gar nicht mit dem Ausbildungsbetrieb», sagt Luzia Halter, stellvertretende Leiterin der Gärtnerei.
Angst, dass die Produkte aus Versuchsanlagen stammen, die mit noch unsicheren Methoden betrieben werden, müssen die Kunden dabei nicht haben. «Tatsächlich gab es schon Rückmeldungen von Personen, die sich vor Gentechnologie fürchteten», sagt Halter. «Aber so etwas machen wir hier nicht.»
Begehrte Pflanzensetzlinge im Frühling
So sei die Strickhof-Gärtnerei denn wohl auch jener Branchenzweig der ganzen Anlage, der am wenigsten mit der Ausbildung von Agronomen zu tun hat. «Trotzdem gab es schon Leute, die etwa einen Honig kaufen wollten, um ihn zu verschenken. Sie haben ihn aber dann zurückgestellt mit der Begründung, wenn ‹Versuchsbetrieb› auf der Etikette stehe, sei das nicht möglich.»
Andere kämen sogar für den Wocheneinkauf. «Und was sie bei uns nicht finden, kaufen sie im Anschluss beim Grossverteiler.» Das Angebot im Laden reicht von saisonalem Gemüse und Früchten über Eier bis hin zu Süssmost und Schnäpse aus eigenem Obst. Gebrannt werden diese am Strickhof-Standort in Wülflingen. «Der Verkaufsschlager ist aber der Apfelbalsamessig.»

