Dübendorfer Stadtrat will Steuerfuss senken
Der Stadtrat Dübendorf will den Steuerfuss der Politischen Gemeinde um 3 Prozentpunkte, von 81 auf 78 Prozent senken. Dies schreibt er in einer Mitteilung zum Budget 2023.
Die Forderung nach einer Senkung des Steuerfusses war schon des Öfteren Thema in der Dübendorfer Politlandschaft. Letzten Dezember forderte die SVP noch die Reduktion um besagte drei Prozentpunkte – und scheiterte.
Nun also doch; Der Stadtrat begründet den Entscheid in seiner Mitteilung mit «seiner vorausschauenden und nachhaltigen Finanzpolitik der letzten Jahre». Damit sind die Millionenüberschüsse der letzten Jahresrechnungen gemeint.
16 Millionen über dem Ziel
Dies gilt auch für das aktuelle Jahr. Eine Hochrechnung prognostiziert einen Ertragsüberschuss von knapp 19 Millionen Franken. Budgetiert war ein Gewinn von sechs Millionen. Der hohe Überschuss sei auf höhere Steuererträge zurückzuführen.
Trotz der geplanten Steuerfusssenkung rechnet der Stadtrat im Budget 2023 mit einer schwarzen Null. Der Ertragsüberschuss beläuft sich auf 180’000 Franken. Der Gesamtertrag liegt bei 202,41 Millionen, der Aufwand bei 202,22 Millionen Franken.
Gemeinderat muss noch zustimmen
Im Vergleich zum Vorjahresbudget nimmt der Aufwand um 5,81 Millionen Franken zu. Der grösste Kostentreiber sind der Personal- und Sachaufwand. Letzterer beläuft sich auf rund drei Millionen Franken. Der Personalaufwand steigt hingegen um zwei Millionen Franken.
Auch in der Primarschule steigt der Personalaufwand um 1,31 Millionen, der Sachaufwand um 0,73 Millionen Franken.
Über das Budget wird der Gemeinderat voraussichtlich in der Sitzung vom November oder Dezember beraten. (gap)

