Satte 1,8 Millionen Franken an Nachtragskrediten haben das Ustermer Parlament am Montag beschäftigt. Schon wieder kommt das Begehren vom Geschäftsfeld Gesundheit und Alter. Vor einem Jahr waren es sogar knapp 3,5 Millionen Franken.
Dieses Jahr könnten es aber noch mehr als die 1,8 Millionen werden, wie Gianluca Di Modica (FDP) im Namen der Rechnungsprüfungskommission festhielt. Dabei entspricht diese Summe bereits einem Budgetüberzug von zwölf Prozent. Jetzt werden die Mehrkosten auf höhere Pflegebeiträge an Heime, nämlich 1,07 Millionen, sowie an die Spitex im Umfang von 730'000 Franken zurückgeführt.
Kosten bleiben an Gemeinden hängen
Ali Özcan (SP), Sprecher der Kommission Soziales und Gesundheit, betonte, dass für den Hauptteil der Mehrkosten in den Heimen ein neuer Leistungskatalog verantwortlich sei. Diesen hatte der Regierungsrat im Juli 2021 beschlossen und auf Anfang 2022 in Kraft gesetzt. «Für die Gemeinden als Restfinanzierer führt es zu einer Entlastung», hiess es damals noch. Das Gegenteil ist nun aber eingetreten.
«Mehr Heimbewohner bringen zwangsläufig auch höhere Pflegekosten für die Stadt mit sich.»
Ali Özcan, SP-Gemeinderat

