Vor drei Jahren entstand auf der Galerie der Sporthalle Eselriet ein Bild, das viel über den gegenwärtigen Politbetrieb von Illnau-Effretikon aussagt. Es zeigt die vier Mittzwanziger-Parlamentarier Kilian Meier (Die Mitte), Maxim Morskoi (SP), Claudio Jegen (Jungliberale) und Simon Binder (SVP), die anlässlich der Einreichung eines gemeinsamen Postulats selbstbewusst in die Kamera lächeln.
«Wir Jungen haben unseren Teil zum konstruktiven Klima beigetragen», kommentiert Maxim Morskoi die Erinnerung mit fester Stimme. Diese überparteiliche «Connection», wie er die Generationsgemeinschaft nennt, werde die Politik künftig prägen. «Ja, wir haben schon übernommen», ist er überzeugt.
Fehlendes Selbstbewusstsein, so viel wird schnell klar, kann man dem grossen und kräftig en gebauten Morskoi nicht vorwerfen. Geschliffenen Politsprech hört man von ihm keinen, seine Formulierungen sind direkt, seine Stimme voluminös.
Zum Gespräch erscheint er in Turnschuhen, kurzen Hosen, T-Shirt und umgedrehter Baseball-Kappe, für das Foto posiert er mit einer Stange Bier. Er sagt: «Ich bin halt ein ‹ gmögiger › Typ, der gerne unter Leuten ist. Oper, Theater oder derlei sagen mir nichts.»

