Eine Rundfahrt, zwei Apéros und ein verbotenes Dübi-Fähnli
Eigentlich ist es Tradition, dass der Ratsausflug in die Heimatgemeinde des Präsidenten oder der Präsidentin des Gemeinderats führt. Da die aktuell höchste Dübendorferin Cornelia Schwarz (SVP) aber seit ihrem sechsten Lebensjahr in der Stadt an der Glatt wohnt, wäre das eine ziemlich kurze Reise geworden.
Eine Alternative wäre Kroatien gewesen, wo Schwarz bis vor ihrem Umzug nach Dübendorf zwei Jahre gelebt hat. Aber das hätte das Budget möglicherweise ein kleines bisschen gesprengt.
Was also bietet sich an für eine Ratspräsidentin, die sich für die Fliegerei begeistert und darüber hinaus 18 Jahre im Fliegerärztlichen Institut gearbeitet hat? Ganz genau: Der Flughafen Kloten. Mit diesem Ziel bestiegen am Freitagmittag bei schönstem Ausflugswetter rund 40 Parlamentarier, Stadträte und partnerschaftlich verbundene Begleitpersonen den Car in Dübendorf.
Gefährlicher Gegenstand
Die Verpflegung erfolgte praktischerweise direkt während der Fahrt, sodass die Gruppe frisch gestärkt der Reiseleiterin folgen konnte, die, ein Dübendorf-Fähnli schwenkend, durch die weitläufigen Hallen des Flughafens vorauseilte. Ihr Mann Blacky sicherte derweil nach hinten ab, damit auch wirklich niemand verloren ging.
Die Zugangskontrolle zur Aussichtsterrasse meisterten alle mit Bravour. Lediglich das Dübi-Fähnli durfte als potenziell gefährlicher Gegenstand nicht mit auf die gut einstündige Rundfahrt.
Beim Pistenkreuz stiegen die Fahrgäste für einige Minuten aus, um die startenden Maschinen hautnah erleben zu können. Dass die Dübendorfer selbst ein paar Meter neben einem vorbeidonnernden Langstreckenflieger nicht mit der Wimper zuckten, zeigte eindrücklich, was jahrelanges Training als Militärflugplatz-Anrainer alles bewirken kann.
Apéro Nummer 2
Nach einem Apéro mit Grusswort von David Karrer, Leiter Public Affairs des Flughafens, ging es weiter zum Rega-Hauptsitz, wo die Reisegruppe einen Rundgang durch den Hangar machte und einen Blick in die Einsatzzentrale werfen konnte.
Schliesslich brachte der Car die Reisegruppe wieder zurück in die Heimat, respektive nach Gockhausen, wo im Restaurant Alter Tobelhof Apéro Nummer zwei serviert wurde und der Tag mit einem gemütlichen Abendessen ausklang.
