Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Testcenter zwischen Kasernen wird verlegt

Eigentlich sollte der Waffenplatz Dübendorf längerfristig verkleinert werden. Nun wird die Planung neu überprüft. Sicher verlegt wird ein Lehrgebäude fürs Führungsnetz.

Das Testcenter fürs Führungsnetz Schweiz im Lehrgebäude 1 soll von Dübendorf nach Frauenfeld verlegt werden.

Foto: Google Streetview

Testcenter zwischen Kasernen wird verlegt

Es ist ein unscheinbarer Bau, der da in der Ecke von Rotbuchstrasse und dem Unterried steht. Doch das Innere des Lehrgebäudes, das zwischen der Offiziers- und der Theodor-Real-Kaserne liegt, ist klassifiziert, sprich nur für die Augen von wenigen bestimmt.

Platz für Netzwerkspezialisten

Im Gebäude untergebracht ist die Test-, Trainings- und Integrationsumgebung für das Führungsnetz Schweiz. Diese Umgebung wird laut Mirco Baumann vom Armeestab insbesondere bei Konfigurationsanpassungen von Führungssystemen durch Netzwerkspezialisten benötigt.

So kompliziert der Name ist, so komplex ist auch das ganze System. Deshalb ist auch mit dem Stationierungskonzept für die Weiterentwicklung der Armee (WEA) festgehalten worden, dass die komplette Führungsunterstützung und deren Systeme auf dem Waffenplatz Frauenfeld zusammengeführt werden sollen.

Verlegung im 2025

Im jüngsten Beschaffungskonzept der Armee hat diese Verlegung nun auch einen Datumsstempel erhalten. 2025 wird die ganze Infrastruktur und mit dieser die Arbeits- und Trainingsplätze in den Thurgau verlegt.

Was mit dem 1968 erstellten Gebäude geschehen soll, ist laut Baumann noch offen. So würden jedenfalls unterschiedliche Varianten geprüft. Auf die künftige Nutzung des Waffenplatzes habe das aber keinen präjudizierenden Einfluss.

Auf dem Waffenplatz Dübendorf werden Nachrichtensoldaten der Luftwaffe ausgebildet.

Heute ist auf dem Waffenplatz Dübendorf das Luftwaffen-Trainingskommando 82 daheim. Dieses stellt die Grundausbildung der Kader und Mannschaften der Luftwaffen-Nachrichtenformationen sicher. Diese werden etwa als Fachleute für die Nachrichtenbeschaffung und -auswertung, die elektronische Luftaufklärung, den Radar, den Wetterdienst oder auch für die Führungsunterstützung der Luftwaffe benötigt.

Planung wird überprüft

Chef ist Oberst im Generalstab Thomas Ineichen. Unter seinem Kommando werden jährlich zwei Rekruten-, zwei Unteroffiziersschulen sowie technische Lehrgänge durchgeführt.

Wie lange das noch so fortgesetzt werden soll, ist unklar. So sollte die Bedeutung des Waffenplatzes, dessen Hauptgebäude nahe beim Flugplatz liegen, eigentlich abnehmen. «Das Stationierungskonzept WEA sieht vor, den Waffenplatz Dübendorf längerfristig und schrittweise im Umfang zu reduzieren. Dabei sollen die alten und unterhaltsintensiven Teile aufgegeben werden», erklärt Baumann.

Auf der Luftwaffenbasis Dübendorf sind heute noch Helikopter stationiert.

Doch da nun die modernsten Kampfjets, die F-35, dazu die Flugabwehrsysteme Patriot sowie neue Cybermittel beschafft werden können, gehen die Planer nochmals über die Bücher. Schliesslich braucht die Ausbildung an diesen neuen Systemen viel Platz. Gleich mehrere Waffenplätze sind davon betroffen. «Deshalb sind Aussagen über die künftige Nutzung des Waffenplatz Dübendorf aktuell noch nicht möglich», hält Baumann fest.

Luftwaffenbasis bleibt

Was den Flugplatz Dübendorf angeht, so wird dieser hauptsächlich durch die Entwicklung des Innovationsparks sowie die zivile Nutzung des Flugfelds beeinflusst. Sicher ist, dass dort aber eine Bundesbasis zugunsten der Luftwaffe verbleiben soll. Genutzt wird diese in erster Linie von Helikoptern. 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns