«Ich habe kein Bauchgefühl», sagte Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann (EVP) vor Beginn der Zeller Gemeindeversammlung. Sie und ihre Ratskollegen fanden an diesem Montagabend einen gut gefüllten Engelburgsaal vor. 89 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren nach Rikon gekommen.
Bevor das Volk über den ersten Antrag, den Planungskredit für die Aufstockung des Schulhauses Engelburg, befand, erklärte Liegenschaftsvorsteher Markus Kernen (BGV) den Handlungsbedarf in Bezug auf zusätzliche Schulräume. «Für das Schuljahr 2029/30 prognostizieren wir 283 Schüler in der Sekundarstufe, fast doppelt so viele wie heute», sagte er.
Es sei ein Glücksfall, dass man aktuell auf ein Provisorium und ab nächstem Schuljahr auf das sanierte Schulhaus an der Tösstalstrasse zurückgreifen könne. Weiter gab Kernen Einblick in die Grundlagen für die Schätzung der Schülerzahlen, die unter anderem auf Angaben der Einwohnerkontrolle und des Bausekretariats beruht.
Zell wächst schneller als Winterthur
In die Berechnungen habe man auch die neuen Überbauungen, etwa die Loftwohnungen in der Spinnerei Kollbrunn, einfliessen lassen. Entsprechend kam auch das Wachstum der Agglomerationsgemeinde zur Sprache: «Die Einwohnerzahl wächst zurzeit um 2,3 Prozent, schneller als die Stadt Winterthur.»

