Jakob-Stutz-Weg wird neu lanciert
Nun ist es endlich soweit: Der neue Jakob-Stutz-Weg von Pfäffikon nach Sternenberg wird am Sonntag, 18. September, eingeweiht. Die Route dess Wanderwegs bleibt zwar unverändert, doch die Informationstafeln entlang der Strecke haben ein Update erhalten und neue sind dazugekommen.
Der technische Begriff Update kommt nicht von ungefähr. Neu ist nämlich auf jeder Tafel ein QR-Code aufgedruckt, über den man mit dem Smartphone vertiefte Informationen zum Leben des 1801 in Hittnau geborenen Volksdichters abrufen kann – mehr, als bisher auf den Tafeln Platz hatten. Im Buch «7×7 Jahre» von Jakob Stutz, auf dem der Lehrpfad aufgebaut ist, liefert der Dichter Eindrücke in das Leben Anfangs des 19. Jahrhunderts – mit all seinen Schattenseiten.
2001 wurde der 21 Kilometer lange Weg im Rahmen der Feierlichkeiten «200 Jahre Jakob Stutz» eröffnet. Die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Pfäffikon übernahm dessen Trägerschaft, übergab sie vor kurzem dem neu gegründeten Verein «Jakob Stutz Weg», der sich voll und ganz auf den Unterhalt des Lehrpfads konzentrieren kann.
Für das Eröffnungsfest am Sonntag steht von 10 bis 17 Uhr ein vollgepacktes Programm bereit. Zum Start wird in der reformierten Kirche Hittnau ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Dieser findet alljährlich vor dem Start der Bettagswanderung des Verkehrsvereins Hittnau statt, die dieses Mal auf den Spuren von Jakob Stutz verläuft.
Theater und Musik
Auf der ersten Etappe geht es für die Wanderfreunde während rund 30 Minuten nach Isikon. Dort wird um 12 Uhr eine neue Infotafel – stellvertretend für alle weiteren Tafeln – mit einer kleinen Theatereinlage und musikalischer Begleitung durch den Singkreis Hittnau eingeweiht.
«Es wird unsere Aufgabe sein, neue Angebote zu schaffen, damit der Weg nicht in Vergessenheit gerät.»
Bruno Pfenninger, Verein «Jakob Stutz Weg»
«Ein richtiges Freilufttheater zum Leben von Jakob Stutz ist ein Traum der uns allen schon lange vorschwebt», sagt Bruno Pfenninger vom Verein. Obwohl es Interessenten gäbe, die sich dem Projekt allenfalls widmen würden, spruchreif sei aber noch nichts. «Es wird auch noch zukünftig unsere Aufgabe sein, neue Angebote zu schaffen, damit der Weg nicht gleich wieder in Vergessenheit gerät.»
Auf der zweiten Etappe der Herbstwanderung geht es während rund einer Stunde weiter nach Hermatswil, wo die Wirtschaft zur Eintracht für die Festwirtschaft besorgt ist. Als Alternative fährt ein gratis Shuttlebus die einzelnen Stationen zwischen Pfäffikon und Hittnau an.
Einblick in das Leben von damals
Um 14 Uhr beginnt dann der offizielle Festakt zur Eröffnung des Weges mit einer Ansprache von Regierungsratspräsident Ernst Stocker und einem Konzert der Brassband Musig Hittnau. Von 15 bis 17 Uhr wird zudem im Schulhaus Hermatswil mehrmals eine halbstündige Kurzfassung des Films «Auf den Spuren von Jakob Stutz» gezeigt.
«Nun hoffen wir, durch die zeitgemässen Tafeln auch ein neues Angebot für Schulen zu schaffen», sagt Bruno Pfenninger. Gerade für Schulprojekte sei der Weg damit eine gute Gelegenheit um den Jugendlichen einen Einblick in die Geschichte und das Leben vor 200 Jahren im Zürcher Oberland zu bieten.
Die neue Website www.jakobstutz.ch wird im Laufe der Woche online geschaltet.
