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Politik

Hinter den Kulissen eines historischen Handwerks

Bis in die 60er-Jahre waren Stockwinden in der Landwirtschaft ein verlässliches Werkzeug. Am Windenmachertag in Wila gaben Freiwillige einen Einblick in die Geschichte, Faszination und Zukunft der historischen Windenmacherei.

Rhythmisch schlägt ein Hammer auf den Amboss, die Metallfeile raspelt über ein kunstvoll gefertigtes Eisenteil, qualmender Rauch steigt aus der Feldesse empor – willkommen bei den Windenmachern! So steht es auch auf dem Eingangsschild zum Areal der Alten Windenmacherei, wo emsiges Treiben herrscht.

Die Organisatoren sind überwältigt vom gewaltigen Zuschaueransturm: «Dass nach den 16 Jahren, in denen wir den Windenmachertag organisieren, noch so viele Leute kommen, freut uns riesig», kommentiert Erna Brüngger strahlend.

Sie ist die Präsidentin des Vereins «Alte Windenmacherei Brüngger Wyla», dessen Hauptaufgabe darin besteht, die historische Werkstatt von Alfred Brüngger zu erhalten. «Er war der letzte Windenmacher in der Schweiz, der die Winden noch von Hand nach historischer Bauart hergestellt hat», resümiert Vorstandsmitglied Fritz Wüthrich. «Er übte diesen Beruf mit Leib und Seele aus.»

Was macht man mit einer Winde?

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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