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Politik

«Ich machte mir Sorgen, dass uns die Leute vergessen hatten»

Die erste Post-Corona-ZOM ist Geschichte. Messe-Chef Andreas Künzli freut sich über viele Eintritte, konsumfreudige Besucher – und auf ein bisschen mehr Schlaf.

Herr Künzli, kamen die Zuschauer nach zwei Jahren Corona-Pause wieder an die Züri Oberland Mäss?
Andreas Künzli: Es waren über vier fünf Messetage insgesamt wohl etwa 34'000 Besucherinnen und Besucher, das sind rund zehn Prozent weniger als vor Corona. Darüber bin ich sehr erfreut und auch positiv überrascht, denn ich machte mir Sorgen, dass uns die Leute während der Pandemie vergessen hatten.

Was war Ihr Highlight an der Messe?
Die Stimmung war an allen Tagen bei zumeist perfektem Messe-Wetter ausgesprochen gut. Und es wurde auch viel konsumiert, wir bekamen da zahleiche positive Rückmeldungen von den Ausstellern und der Gastronomie. Bei der ZOM geht es ja nicht nur um die Unterhaltung der Besucher, die Aussteller sollen auch gute Geschäfte machen – und die waren offenbar sogar besser als vor Corona.

War es schwierig, genügend Aussteller zusammen zu bekommen?
Wir hatten Absagen von langjährigen Ausstellern und ein Zelt weniger als 2019. Es gab aber relativ viele kurzfristige Anfragen, weswegen ich die Zelt-Infrastruktur gerne noch ausgebaut hätte. Aber das war nicht möglich, weil die Zeltvermieter wegen der allgemein grossen Nachfrage weder Material noch Personal zur Verfügung hatten.

In der Pandemie-Pause gab in Ihrem Team diverse personelle Wechsel mit entsprechendem Verlust an Know-how, kamen sie deswegen nie an den Anschlag?
Es gab Momente, da wurde es schon mal hektisch. Das kann aber immer vorkommen, und die Besucher haben davon sicherlich nichts bemerkt, das ist die Hauptsache.

«Im Gastrobereich gab es in Spitzenzeiten zu wenige Sitzplätze. Das werden wir nächstes Jahr sicher anders machen.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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