Der Lärmpegel in der Badi Niederuster hat zur Mittagszeit ihren Höhepunkt erreicht. Jugendliche und Kinder rennen herum, Bälle fliegen gefährlich nahe an den Köpfen der Badegäste vorbei und der Geruch von Frittieröl mischt sich mit jenem von Chlor.
Fast könnte man meinen, es sei ein Tag wie jeder andere in der Badi – wenn da nicht die Tische, Stühle und das Absperrband wäre, das einen kleinen Bereich des Areals vom Rest abtrennt. Eine Handvoll Menschen, vorwiegend Männer, sitzen auf diesen Stühlen und blicken angestrengt in ihre Bildschirme. Von einigen hört man leises Gemurmel – sie sind mitten in einem Online-Meeting.
In Hemden gekleidet richten sie ihr Headset, während einige Meter daneben Fussball gespielt wird. Überall werden ernste Gespräche geführt; bei den einen geht es um Mitarbeiterbeurteilungen und Geldbeträge, bei anderen hingegen um den «schono herzigen» Mitschüler oder das neuste Tik-Tok-Video.
Es sind zwei Welten, die an diesem Freitag, 26. August, in der Badi Niederuster aufeinandertreffen. Heute ist der ist der «Green Desk Day» der Stadt Uster, organisiert von Standortförderin Sandra Frauenfelder und Gewerbeverbandspräsident Heinz Haag. Das Ziel des Tages: «Kreatives Arbeiten mit Natur verbinden», so Frauenfelder. Arbeitende aus diversen Branchen haben deshalb ihr Büro diesen Freitag in die Badi verlegt – so auch ein Teil der Redaktion von Züriost.

