Es gibt idyllischere Orte als das Gebiet bei der ehemaligen Seidenzwirnerei Zwicky an der Grenze von Dübendorf und Wallisellen: Mehrspurige Strassen, eine Autobahnzufahrt, das S-Bahn-Viadukt, und mittendrin die Glatt, die sich zwischen dem urbanisierten Fabrikareal und der superverdichteten Überbauung Riedgarten als Kanal langweilt, bevor sie in einem 100 Meter langen Stollen verschwindet.
Doch jetzt wird das Gebiet für 2,5 Millionen Franken aufgewertet. Anfang Juli begann der Kanton damit, den Flussbereich auf einer Länge von 400 Metern zu renaturieren.
Glatt wird fast zum Badefluss
Dafür braucht es allerdings erst einmal wohldosierte Gewalt, wie sich am Mittwoch an einer Baustellenbesichtigung zeigt. Gerade holpert ein mit Steinen beladener Vorderkipper flussabwärts durch das niedrige Wasser. Weiter unten laufen die Vorarbeiten für den Bau der breiten Sitztreppe, die den Zugang zum Wasser ermöglichen und die Glatt fast ein bisschen zu einem Badefluss machen wird.
Daneben steht ein geländegängiger Bagger im Wasser. Der Mann an den Hebeln platziert mit dem Greifer einen grossen Stein im Flussbett, versetzt ihn ein paar Zentimeter, rüttelt daran, bis er richtig sitzt.

