Eigentlich war der Ausgang des Geschäfts schon vor Sitzungsbeginn klar: Der Kantonsrat wird einerseits daran festhalten, dass im Näniker Hard, auf einem 24 Hektaren grossen Waldstück im Besitz der Stadt Uster, dereinst Kies abgebaut werden kann. Andererseits wird die in der Leerüti, einem von Wald umgebenen Wiesland auf Gossauer, Egger und Mönchaltorfer Boden, geplante Inertstoff-Deponie von 500'000 auf 1'300'000 Kubikmeter vergrössert. Eingelagert werden sollen hier wenig verschmutztes Aushubmaterial, mineralische Bauabfälle sowie Flachglas.
Eineinhalbstündige Debatte
Trotz dieser Aussichten gab es am Montagmorgen im Zürcher Kantonsrat eine eineinhalbstündige Debatte über diese Änderungen in der Richtplanung. Dass sich das Parlament nochmals mit diesen Einträgen befassen musste, lag an einem Bundesgerichtentscheid zur geplanten Deponie im Tägernauer Holz auf Gossauer und Grüninger Boden. Dort wurden die Ausführungen zur Anhörung der betroffenen Gemeinden bemängelt.
Deshalb ging der Kantonsrat auch nochmals bei diesen zwei Einträgen über die Bücher. «Diese Zusatzschlaufe von eineinhalb Jahren hat sich sicher gelohnt», konstatierte Alex Gantner (FDP, Maur), Präsident der vorberatenden Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu).

