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Politik

Amerikanische Goldruten verdrängen einheimische Pflanzen

Viele der invasiven Neophyten gelangten ursprünglich als Zierpflanzen zu uns. Dementsprechend empfinden wir sie oft als schön. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie die einheimische Biodiversität gefährden.

«Die amerikanischen Goldruten in meinem Garten sollen weg? Aber sie sind doch so schön!» – Ja, natürlich sind sie schön. Sonst hätten unsere Vorfahren sie wohl kaum als Zierpflanzen und Bienenweide aus Nordamerika nach Europa gebracht.

Es waren zwei sehr ähnlich aussehende Pflanzenarten, die sie einführten: die Spätblühende und die Kanadische Goldrute. Beide Arten bringen zahlreiche goldgelbe Blüten hervor, die in Gärten und Blumensträussen hübsch anzusehen sind und von Honigbienen sehr gerne besucht werden.

Aus den Gärten entwichen – mit Folgen

Was damals, vor über 300 Jahren, niemand ahnte: Die amerikanischen Goldruten gaben sich nicht zufrieden mit den Standorten, welche die Menschen für sie vorsahen.

Ab Mitte des letzten Jahrhunderts begannen sie, neuen Raum für sich zu erobern. Da jede einzelne Goldruten-Pflanze bis zu 20´ 000 flugfähige Samen produziert, erreichen sie auch Orte fernab der Gärten, wo sie einst gepflanzt wurden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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