An der Bushaltestelle Buchgrindel in Wetzikon versammelt sich eine Schar Naturinteressierte, um bei einer Nachtwanderung Neues über die Flora und Fauna am Pfäffikersee zu lernen. «Die Nacht ist etwas Mystisches und die Natur ganz anders als am Tag. Da trauen sich viele Leute nicht allein rein», sagt Antonia Zurbuchen, Zentrumsleiterin des Naturzentrums Pfäffikersee. Heute Abend leitet sie zusammen mit ihrer Kollegin Stephie Burkart die Nachtwanderung um den Pfäffikersee. 30 Personen haben sich für die Exkursion angemeldet, die eine neue Perspektive auf die faszinierende Natur verspricht.
Seit 2019 veranstaltet das Zentrum das Event «Nachts am Pfäffikersee». «Jedes Mal war es ein Erfolg und Tage vorher ausgebucht», meint Burkart, die eine Tasche voll Feldstecher trägt, die sie nun an die Versammelten verteilt.
Ohren an den Beinen
«Hoffentlich verregnet es uns nicht», sagt ein Teilnehmer und blickt kurz hoch in den grauen Himmel. Jean und Marianne Huber aus Wetzikon haben derweil einen anderen Fokus: «Ich bin fast täglich im Robenhauser Ried, aber tagsüber. Heute Nacht freue ich mich vor allem darauf, Tiere zu sehen, die ich noch nie gesehen habe. Zum Beispiel Glühwürmchen», sagt Marianne Huber strahlend, während sie sich zusammen mit der Gruppe in Richtung See aufmacht.
«Es ist Wahnsinn, wie viele Heuschrecken hier im Ried leben.»
Antonia Zurbuchen, Leiterin Naturzentrum Pfäffikersee

