Der Triumph der Ustermer Grünen war überraschend – und gross: Am 4. März 2018 hiessen die Stimmberechtigten gegen den Widerstand aller anderen Parteien mit 57,8 Prozent Ja die Waldinitiative gut. Seither gilt, dass in Uster kein Wald für eine Kiesgrube gerodet werden darf.
Doch an seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause wird der Zürcher Kantonsrat wohl genau diese Option beschliessen. An der Grenze zu Volketswil wird im Näniker Hard ein Kiesabbaugebiet geplant. «Das entsprechende Abbaugebiet ist im Richtplan eingetragen und somit auf sehr lange Sicht zumindest planerisch zu sichern», unterstreicht Alex Gantner (FDP), der Präsident der vorberatenden Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu).
Anhörung durchgeführt
Nach dem Bundesgerichtsentscheid zur geplanten Deponie im Tägernauer Holz zwischen Grüningen und Gossau hatte der Kantonsrat im März 2021 die Genehmigung dieses Kiesabbaugebietes noch zurückgestellt. Das Bundesgericht hatte unter anderem moniert, dass im Erläuterungsbericht zur Vorlage die durchgeführte Anhörung der Gemeinden und Zweckverbände nicht aufgeführt war.
«Wir wollten diesen Fehler beim Näniker Hard nicht wiederholen und damit Angriffsfläche für Beschwerden bieten», betont Gantner. So ist im überarbeiteten Bericht jetzt erwähnt, dass die Stadt Uster sowie die potenzielle Betreiberfirma Hastag angehört worden sind.

