Velofahrern bietet die Fahrt über die Brücke im Volketswiler Griespark ein ähnlich zweifelhaftes Vergnügen wie das Traversieren über Tramschienen. Denn zwischen den längs gerichteten Brettern der Holzbrücke sind zuweilen Lücken, die passgenau ein Vorderrad verschlucken und eine Velo fahrende Person ordentlich auf den Latz legen können.
Zudem verlaufen die Bodenbretter an einigen Stellen nicht mehr der Brückenwölbung entsprechend, sondern stehen mehrere Zentimeter empor – nicht unbedingt etwas für Hans-Guck-in-die-Luft-Brückenwanderungen.
Liegenschaftenvorstand Michael De Vita-Läubli (GLP) bestätigt den Sachverhalt: «Wir haben Kenntnis von einigen Stürzen.» Das Holz im Gehbereich sei bereits sehr verzogen und weise Stolperfallen auf. «Mit der Sanierung hätte man nicht lange zuwarten können.» Es seien ansonsten nur wenige Beschwerden der Parkbenutzer bei der Gemeinde eingegangen.
«Die Konstruktion hätte bestimmt besser gelöst werden können.»
Michael De Vita-Läubli (GLP), Volketswiler Liegenschaftenvorstand
Nun muss der Volketswiler Gemeinderat die Brücke 16 Jahre nach deren Errichtung bereits ein erstes Mal sanieren. Hierfür hat er einen Kredit von 265'000 Franken gesprochen. Zur Erinnerung: Die Brücke hat damals – ohne Betonkonstruktion gerechnet – rund 280'000 Franken gekostet.

