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Laichkräuter – ein neues Phänomen wird zum Problem für Kursschiffe

Wasserpflanzen erschweren die Fahrt der Greifenseer Kursschiffe, deswegen werden sie von einer Spezialfirma entfernt. Wegen der anhaltenden Hitze kontrolliert die Schifffahrts-Genossenschaft zudem regelmässig die Seetiefe rund um die Stege.

Im Hafen Maur wachsen offenbar Laichkräuter besonders gut, was die Schifffahrt vor Probleme stellt., Nicht zum ersten Mal in den letzten Jahren ist dieser Tage der Steg in Mönchaltorf von der Schifffahrt abgeschnitten.

Archivfoto: PD

Laichkräuter – ein neues Phänomen wird zum Problem für Kursschiffe

Die Schifffahrt Greifensee hat ein neues Problem. Laichkräuter im Hafen Maur wachsen derart üppig, dass sie bis an die Wasseroberfläche wuchern (siehe Box). «Das ist ein neues Phänomen. Erstmal hatten wir im letzten Jahr einen solchen Fall», sagt Fiona Hediger, Co-Geschäftsführerin der Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG).

Das Gewächs kann in grösseren Mengen ganze Kursschiffe lahmlegen. «Die Pflanze kann sich in der Schiffsschraube verheddern und so die Maschine kaputtmachen», sagt Hediger. Deswegen werden die Laichkräuter durch eine Spezialfirma gemäht, was am Donnerstag rund einen halben Tag dauerte. Dabei setze die Firma ein Spezialschiff ein, die gemeinhin als «Seekuh» bekannt ist. 

Gemeinde Maur zahlt

Bei den anderen Anlegestellen sei das Kraut kein Problem. «In Uster beispielsweise ist der See tiefer. In Greifensee sind zwar Pflanzen zu sehen, es wachsen dort aber nicht so viele und somit sind sie auch keine Gefahr für die Schifffahrt.»

 

Wertvolles Kraut für Wassertiere

Des einen Leid ist des anderen Freud: Laut Isabelle Rüegg, Mediensprecherin des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft, bieten Laichkräuter Insekten und Kleintieren einen Lebensraum. Zudem könnten sich dort auch Jungfische gut verstecken. «Laichkräuter sind aus gewässerökologischer Sicht ein gutes Zeichen für die Gewässerqualität.» Das Wachstum von Laichkräutern hänge in erster Linie von Licht- und Nährstoffverhältnissen ab, sagt Rüegg. «Dieses Jahr herrschten schon seit dem Frühling und während des ganzen Sommers gute Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Deshalb sind sie nun etwas zahlreicher und grösser als in anderen Jahren.»

 

Die gute Nachricht aus Sicht der SGG ist, dass sie nicht auf den Kosten für die Beseitigung der Wasserpflanzen sitzen bleibt, die sich laut Hediger in der Höhe von ein paar Tausend Franken bewegen. «Weil die Gemeinde Maur die Konzession für die Steganlage inne hat, übernimmt sie die Kosten für diese Unterhaltsarbeiten.»

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Ausbleibende Heuernten und Fische, die umgesiedelt werden müssen, sind nicht die einzigen Problem Beitrag in Merkliste speichern Die Schifffahrt war während der Mäharbeiten nicht eingeschränkt. Wegen des tiefen Pegelstandes kann die SGG allerdings seit rund zwei Wochen die Anlegestelle Mönchaltorf nicht mehr anfahren. Die anderen Schiffsstationen könnten im Moment weiterhin problemlos bedient werden, sagt Hediger. «Wir messen aber während der Hitzeperiode regemässig im Bereich der Stege, ob wir genügend Tiefgang für die Schiffe haben.»

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